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Quelle: [squat.net] - 29.1.2000

Grosse BesetzerInnen-Demo in Amsterdam friedlich verlaufen

Mit internationaler Unterstützung wurde am heutigen Samstag (29.1.2000) für das seit 1996 besetzte Haus und Kulturzentrum "Entrepotdok" demonstriert. Insgesamt vielleicht 1500 - 2000 Menschen waren an der Protestdemonstration gegen die drohende Kalenderpanden blijven!Räumung beteiligt. Ausgehend vom "Westermarkt" (im Westen der Stadt .. wen wundert's?) ging die Route durch die Innenstadt Amsterdams.

Laut Aussagen einiger Amsterdamer Besetzer war dies die grösste BesetzerInnen-Demonstration in Amsterdam in den letzten 12 Jahren.

Bereits zu Beginn der Demo sprachen zwei BewohnerInnen des "Entrepotdoks" und erzählten den Werdegang Ihres Ende 1996 besetzten Hauses - beginnend ohne Strom, Wasser und Gas ist im Laufe der Jahre ein sehr aktives Zentrum im Osten Amsterdams entstanden in dem zur Zeit etwa 15 Menschen wohnen. Nach weiteren Redebeiträgen begann die Demonstration unter den Klängen einer Punkband, welche die gesamte Demo musikalisch vom LKW aus erheitern durfte.

Auch vom Boot aus wurde die Demo kräftig unterstützt - eine zweite Punkband war auf einem Boot auf den Grachten unterwegs.

Die Demonstration Kalenderpanden blijven!verlief, ausgehend vom Westermarkt, zunächst Richtung Spuistraat, wo sich das mittlerweile legalisierte Haus "Vrankrijk" befindet. Von diesem wurde ein Redebeitrag gehalten. Leider verhinderte das viel zu kleine Megaphon ernsthaftes zuhören. Dennoch lässt sich der Redebeitrag als "solidarische Bekundung" vom Vrankrijk benennen.

An der Amstel wurde kurzerhand ein Haus besetzt und ein Transparent entrollt. Die folgende "Knallkörperperformance" erregte heftige Resonanz bei den anwesenden DemonstrantInnen. Durch die direkte Nähe zur Stadthalle "Opera" wurde der Schall noch verstärkt. Sicherlich konnten auch einige Stadtbedienstete den Schall vernehmen.

Das Stadthaus war mit berittenen Polizeieinheiten grossräumig abgeriegelt. Trotz Vermummung auf Seiten der Demonstranten war dies nicht nötig. Der Kontakt zur anwesenden Polizei war eher kollegial und strategisch. Die eingesetzten Beamten beschränkten sich komplett auf Regelung des Strassenverkehrs.

Insgesamt war die Beteiligung an der Demonstration sehr International - so waren mindestens 200 Menschen aus Deutschland angereist, auch eine breite Unterstützung aus dem Baskenland war extra zur Demo angereist.

Die Demo endete mit einem weiteren kleinen Feuerwerk an den Kalenderpanden, dem Entrepotdok.

Hier gibt's noch ein paar Fotos von der Demo...

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