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metrogap präsentiert:
M e t r o z o n e
Veranstaltungen | Videos | Strassenaktionen
mit
Reclaim the Streets & msdm / London
Bündnis gegen Rechts / Leipzig
Kanak Attak / Frankfurt + Berlin
InnenStadtAktion/Berlin
Frauen gegen Illegalisierung
(Kreuzberg) Während sich die Quartiersmanager am Kottbusser Tor auf die Füsse treten, halten die Ordnungspolitiker diesen Ort für geeignet, um Videoüberwachung in den Testlauf zu schicken. Zur Durchsetzung verstärkter Kontrolle werden die unterschiedlichsten Bilder produziert: Mal versinkt der Kiez in Müll, Gewalt, Drogen, weswegen nach law and order gerufen wird, mal werden "soziale Probleme" betont, wogegen die "Selbstheilungskräfte" des multikulturellen Viertels mobilisiert werden sollen. Was ist der Unterschied zwischen einem law and order Aufräumen und dem Müllbeseitigen eines Quatiersmanagements? Läuft dies nicht auf die Einschränkung von Persönlichkeitsrechten im öffentlichen Raum und die Ausgrenzung unerwünschter sozialer Gruppen hinaus?
METROZONE stellt kulturelle und politische Praktiken vor, die sich gegen die Diffamierung des Quartiers als Ghetto, gegen Überwachung, Ausgrenzung und Befriedungsmanagement wenden.
Sonntag 15.10.2000 18 Uhr
Innenstadtaktionen in London: Reclaim the Streets / msdm
Wie lässt sich die Strasse zurückerobern in einem Land, in dem seit Mrs. Thatchers Herrschaft das soziale Netz zerrissen und Gemein- in Privateigentum umgewandelt wird? Die karnevaleske Situation der Strassenparty von Reclaim the Streets macht die Überwindung der bestehenden Verhältnisse erfahrbar.
Ein Aktivist aus London berichtet, wie sich RTS vom lokalen Protest gegen den Strassenbau zum Kampf gegen die neoliberale Globalisierung entwickelt hat.
www.reclaimthestreets.net und www.rts.squat.net
Das msdm (mobile_strategies [of] display [&] mediation) collective (Paula Roush und Emma Hedditch) dokumentiert mit ihrer Arbeit die negativen Folgen der Privatisierung öffentlichen Raumes sowie die Verdrängung bisheriger sozialer Praktiken im Süden Londons.
- The public art of campaining: Dokumentation der Kampagne einer
Strassenhändlerin, die für ein 'Kunst im öffentlichen Raum'-Projekt ihren Platz räumen musste.
- The arcade project: Ein kollaboratives Projekt kleiner Wiederaneignungshandlungen durch KünstlerInnen kommentiert die zunehmende Aufwertung Brixtons mittels Privatisierung von Räumen und Dienstleistungen.
www.msdm.org.uk
RTS und msdm entwickeln eine kreative Praxis, die sich umgekehrt zur Tendenz verhält, Kunst als Standortfaktor im ökonomischen Wettbewerb der Metropolen zu instrumentalisieren.
Sonntag 29.10.2000 18 Uhr
Kontrolle - Überwachung - Verdrängung
England gilt als Vorbild, Leipzig hat sie schon, Berlin soll sie noch kriegen: die öffentliche Videoüberwachung. Während es in der politischen Diskussion inzwischen nur noch darum geht, wieviel Modellprojekt verträglich sein könnte, soll die Veranstaltung die dahinterstehenden Gefahren-Szenarien hinterfragen, sich die neuesten Kontrollstrategien anschauen und politische Aktionsformen diskutieren. Neben der InnenStadtAktion aus Berlin wird das Bündnis gegen Rechts aus Leipzig von seinen Erfahrungen mit der Kamera berichten. Darüber hinaus zeigen wir Video-Material von Protest-Aktionen aus New York.
www.nadir.org/camera und www.frankfurt.org/innercity
Samstag 4.11.2000 13 Uhr Kottbusser Tor
Wachturm
Kreuzberg erhält als erster Berliner Bezirk zur Observierung der Bevölkerung an zentraler Stelle einen Wachturm. Er wird aus Holz gebaut und auf der Mittelinsel des Kottbusser Tores errichtet, von wo aus potentielle Gefahrenherde in den umliegenden Strassen optimal gesichtet und erfasst werden können. Die feierliche Einweihungszeremonie des epochalen Bauwerks ist am Samstag, dem 4. November um 13 Uhr. Mach mit im Überwachungsland!
Sonntag 12.11.2000 18 Uhr
"Ohne Papiere" – Zur Situation illegalisierter Frauen
Ohne Aufenthaltsstatus und »ohne Papiere« leben in Kreuzberg viele. Von
besonderer Aussagekraft ist die Situation illegalisierter Frauen, die in der 'Schattenwirtschaft' ihr Auskommen sichern müssen: "Es ist, wie ständig auf der Flucht zu sein." Sie sollen Gehör erhalten, indem der Film 'Planeta Alemania' (dogfilm) gezeigt und weitere Erläuterungen zur Lage und Selbsthilfe – illegalisierter – Migrantinnen gegeben werden.
Sonntag 19.11.2000 18 Uhr
Kill the agenda. Rassismus in Zeiten eines Einwanderungsgesetzes. Kanak Attak und Gäste
Noch im Licht der sommerlichen Debatten "gegen Gewalt und Intoleranz", die der rassistischen Alltäglichkeit hauptsächlich Hohn sprachen, fällt ein langer Schatten auf die staatliche Debatte um ein Einwanderungsgesetz, das die Koordinaten für einen neuen Rassismus erheblich mitprogrammieren wird.
Kanak Attak möchte ein Gespräch aus der Perspektive vor allem von Migrantinnen und Migranten darüber, wie jene Elemente zu stärken wären, die die Wirkungsweisen des Rassismus attakieren und gleichzeitig eine Option jenseits rassistischer Zwänge erkämpfen.
www.kanak-attak.de
metrogap
Verein für städtische Theorie und Praxis
Raum für Produktion von Texten, Bildern und Bauten
Mariannenstr. 32, U-Kottbusser Tor, 2. HH, linker Aufgang, 4.OG, bei Bedarf Aufzug
t: 030.61288788/.6917970 | metrogap@gmx.net
unterstützt durch Kunstamt Kreuzberg
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