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Spreeaktion in Berlin am 6. Juli 2001

Super! Das war eine schöne und gelungene Aktion im Vorfeld des G8-Treffens in Genua! Gegen 14.00 Uhr wurden am S-Bahnhof Friedrichstrasse über ein Dutzend Schlauchboote in die Spree gelassen. Die Bullen brauchten eine Weile, bis sie das Geschehen bemerkten. Etwa 20 Leute paddelten zum Reichstag, wo gegenüber an einem Bauzaun ein Transparent ("Step by step against the world-wide gap!") angebracht wurde. Zur Übermittlung der politischen Aussage der Aktion wurde an einer Brücke ebenfalls ein Transparent ("Global denken, lokal handeln - Smash capitalism worldwide!") befestigt und Flugblätter an die Umstehenden verteilt. Dann tauchte ein Boot der Wasserschutzpolizei auf. Die Schlauchoote ergriffen die Flucht. Von beiden Seiten der Spree wurden die Flüchtenden lautstark mit Rufen und Trillerpfeifen unterstützt. Selbst PassantInnen und Touris waren überrascht bis begeistert von der Aktion. Nur nach und nach schafften es die Bullen auf dem Wasserschutz-Motorboot, die Leute rauszufischen. Erheiterung machte sich breit, als zwei Bullen Schuhe und Hemd auszogen, und vergeblich versuchten, die Jagd in einem gekaperten Schlauchboot fortzusetzen. Dabei machten sie kein gutes Bild (Das üben wir aber nochmal, haha!). Nach Personalienfeststellung und Foto wurden sie wieder freigelassen. Ihnen droht nun ein Verfahren wegen Verstoss gegen das Versammlungsrecht und Eingriff in den Schiffverkehr.

Durch Anklicken könnt Ihr die Fotos in einer Grösse von 600x450 Pixel sehen. Die Datengrösse beträgt dabei etwa zwischen 80 und 100 KB.

Berichte von der Aktion bei indymedia:
hier
und auch hier

Weitere Infos:
indymedia
www.gipfelsturm.net
http://www.genoa-g8.org
indymedia Italien


Die Schlauchboote wurden beim S-Bahnhof Friedrichstrasse ins Wasser gelassen.

Dann ging es in Richtung Reichstag.

Aus einer Lautsprecheranlage ertönte die Aufforderung, den Weg für die Schiffe freizumachen.

"Global denken, lokal handeln - Smash capitalism worldwide!" - Plötzlich hing da ein Transparent an der Brücke.

Gegenüber dem Reichstag wird heftig gebaut, weshalb dort wohl dieser Bauzaun rumstand.

Das Transparent hängt und der Rückzug kann angetreten werden.

 

  

 

Das erste Schlauchboot wurde an den Rand abgedrängt.

  
  

Mutig gehen die Bereitschaftsbullen an Bord.

 

"... und links sehen Sie..." - doch die Touris haben etwas anderes aufregenderes entdeckt.

Die letzten noch nicht eingefangenen Schlauchboote bringen sich vor dem Motorboot vorerst in Sicherheit. Geschickt werden die schon vorhandenen "Barris" eingesetzt. Jetzt heisst es warten. Wie wollen sie jetzt an die Schlauchboote rankommen?

  

Die Bullen bestiegen einfach ein geentertes Schlauchboot und versuchten die anderen aus der sicheren Zone zu treiben. Doch ein Schlauchboot ist keine Wanne! Sie drehten sich im Kreis, kamen nur ein paar Meter weit und kletterten wieder auf das Motorboot.

 
 

Zwei in Seenot Geratene wären fast von einem vorbeikommenden Boot gerettet worden. Doch eine zackige Lautsprecherdurchsage seitens der Wasserschutzpolizei verhinderte dies.

Die Eingesammelten durften noch eine kleine Bootstour über die Spree geniessen.

Hier mussten alle warten, bis ihre Personalien überprüft wurden. Dann gab es zum Abschied noch ein Polaroidfoto.

 
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