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Demo in Berlin am 20. Juli 2001
Am 20. Juli war mal wieder im Bendlerblock ein Bundeswehrgelöbnis. Wie jedes Jahr, sollten auch an diesem Jahrestag des Stauffenberg-Attentats auf Hitler, Bundeswehrsoldaten ihren Eid ablegen. Das Besondere dieses Jahr war, dass die Bundeswehr den Vorsitzenden des Zentralrats der Juden in Deutschland, Paul Spiegel, eingeladen hatte, um eine Rede zu halten. Trotz der noch weiträumigeren Absperrungen gelang es zwei AktivistInnen auf das Gelöbnis-Gelände vorzudringen: Sie fuhren mit einer Mercedes-Limousine samt Chauffeur vor und gaben sich als die Töchter Scharpings aus. Sie wurden erst an den V.I.P.-Eingang weitergeleitet und dann in den Bendlerblock eingelassen. Dort ketteten sie sich an einen Zaun.
Die Demo startete am Breitscheidplatz. Schon kurz nach Beginn stürmten die Bullen in die Demo und verhafteten eine Person wegen einem T-Shirt, auf dem stand "Stauffenberg Völkermörder". Vor einer massiven Polizeiabsperrung ausser Sicht- und Hörweite des Bendlerblocks war dann Schluss. Ein Versuch, dies vor Gericht noch zu ändern, war gescheitert. Durch Parolen und Trillerpfeifen wurde versucht, wenigstens ein wenig Lärm in Richtung Gelöbnis zu bringen. Aufgrund des ohrenbetäubenden Lärms waren dann die DemonstrantInnen auch recht gut gelaunt. Jedoch wandelte sich die gute Stimmung in eisiges Schweigen, als die Nachricht von den Todesschüssen auf Carlo Giuliani in Genua über den Lauti durchgegeben wurde.
Durch Anklicken könnt Ihr die Fotos in einer Grösse von 600x450 Pixel sehen. Die Datengrösse beträgt dabei etwa zwischen 80 und 100 KB.
Links:
http://www.geloebnix.de
http://www.kampagne.de
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