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1. Mai 2002 Sonderseite
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Text: Bündnis "Gemeinsam gegen Rechts" - 3.4.2002
Gemeinsam gegen Rechts
NPD-Aufmarsch am 1.Mai stoppen!
Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!
Zeichen der Zeit erkennen...
Erneut will die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD) durch Berlins Mitte aufmarschieren. Die rot-rote Landesregierung kündigte bereits an, nicht juristisch gegen diesen Aufzug vorzugehen. Selten vergeht eine Woche in der nicht Neofaschisten - meist unter Federführung der NPD - durch eine Stadt in Deutschland ziehen. Selten vergeht auch eine Woche in der nicht von Überfällen, Pöbeleien und Propaganda neofaschistischer Täter in der Presse zu lesen ist - von der Dunkelziffer ganz zu schweigen.
Vor dem Hintergrund einer verhaltenen und unsichtbaren Mehrheit wird in Deutschland normal was nie normal werden darf: "Etwas gegen Ausländer zu haben ist (...) fast schon selbstverständlicher Teil des Alltagsbewusstseins", so Bundestagspräsident Wolfgang Thierse am 30.07.00 in der Berliner-Zeitung.
Weil Schweigen mit Zustimmung verwechselt werden kann, muss die gesellschaftliche Ächtung von Rassismus und faschistischen Ideologien lautstark und sichtbar werden. Den Appellen von Politikern und Medien stehen häufig nicht nur unsägliche Kampagnen und Äußerungen etablierter gesellschaftlicher Kräfte gegenüber ("Zuwanderungsgesetz bedeutet nicht gleich Einwanderungsgesetz", "Kinder statt Inder", Das Thema Migration wird Wahlkampfthema); insgesamt ist auch ein enorm rapider Interessensabfall am Thema "Zivilgesellschaftliches Engagement" zu beobachten. Die Innenverwaltung ließ bereits verlautbaren, im Vorfeld der NPD-Demonstration am 1.Mai keinerlei Angaben über deren Route zu machen. Es kann vermutet werden, dass die Landesregierung durch diese Informationspolitik scheinbar kein großes Interesse an zivilgesellschaftlichen Handeln an diesem Tage besitzt.
...und Zeichen setzen!
Der 1. Mai ist seit je her ein linker Kampf- und Protesttag. Für uns bedeutet der Protest gegen den NPD-Aufmarsch, konkret an diesem Tage, das Füllen der Phrase von Zivilgesellschaft: Eine breite gesellschaftliche Ablehnung rassistischer und antisemitischer Anschläge, Übergriffe, Äußerungen muss für die Täter auf allen Ebenen spürbar werden. Es ist höchste Zeit, massenhaft gegen den rassistischen Terror und die NPD vorzugehen.
Wir rufen am 1.Mai 2002 zu einem sichtbaren Zeichen auf:
Beteiligt Euch an den Protesten gegen den NPD-Aufmarsch! NPD-Aufmarsch verhindern! - Nein zu Rassismus! - Nein zu Antisemitismus!
Für eine antirassistische Gesellschaft! Gegen die Einfalt rechter Kultur: bunt, laut, vielfältig, gemeinsam!
1. Mai 2002 * ab 10 Uhr * Berlin-Mitte
Derzeit angemeldete Route der NPD-Demonstration: Ostbahnhof (Auftakt) - Holzmarktstrasse - Alexanderstrasse - Abschlusskundgebung Alexanderplatz.
Es werden Protestkundgebungen angemeldet! Genauere Informationen unter:
www.antifa.de / www.indymedia.de / www.stressfaktor.squat.net
Infotelefon: 030 / 27 56 07 56
Das Bündnis "Gemeinsam gegen Rechts" ist ein Zusammenschluß verschiedener Initiativen, Vereine, Gewerkschaften, Parteien und Menschen.
V.i.S.d.P.: R. Hintze, c/o ISKRA e.V., Verein zur Förderung selbstgestalteter Jugendkultur, Weydingerstr. 14-16, 10178 Berlin
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Infotelefone
Aktuelle Infos zum Naziaufmarsch in Berlin gibt es unter folgenden Telefonnummern:
0177 - 477 03 86 030 - 44 34 1001 Infotelefone der unabhängigen Antifa
030 - 275 60 756 Antifa-Infotelefon der AAB
EA Berlin
Tel. 030 - 69 222 22 Meldet Euch beim Ermittlungsausschuss, wenn Ihr verhaftet wurdet oder Verhaftungen mitbekommen habt. Der EA ist vom 30.4. bis zum 2.5. erreichbar.
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E-Mail an den Stressfaktor
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