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Stressfaktor - Berliner Terminkalender für linke Subkultur und Politik

Zeitungsberichte zum 1. Mai 2002
Auf dieser Seite findet Ihr die Zeitungsberichte, die im Vorfeld zum 1. Mai (hauptsächlich zu Berlin) erschienen sind.
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1. Mai 2002

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Quelle: Berliner Zeitung - 18.4.2002

Anbaden mit der Polizei

In Kreuzberg sind dieses Mal drei Demonstrationen angemeldet, bei denen die Polizei einen gewalttätigen Verlauf nicht ausschließt. Neu ist eine Demo autonomer und kommunistischer Gruppen. Sie beginnt am "Revolutionsdenkmal", der Ruine eines am 1. Mai 1987 von Autonomen angezündeten "Bolle"-Marktes. Für den Vormittag hat die NPD eine Demonstration geplant. Die Routen sind noch nicht endgültig bestätigt.

Zur "Deeskalation entwickelte die Polizei das AHA-Konzept, das sie 1999 erstmals anwendete. AHA" steht für "Aufmerksamkeit, Hilfe, Appell". Es gilt für die Walpurgisnacht am 30. April und den 1. Mai.

Ziel des Konzeptes ist es, mit massiver Öffentlichkeitsarbeit im Vorfeld und während der Einsätze positiv auf die Geschehnisse Einfluss zu nehmen. Ein "Konfliktteam" von 50 Beamten wird bei den Demonstrationen vor Ort sein und mit den Teilnehmern Gespräche führen. Die Beamten tragen gekennzeichnete Basecaps.

Von Krawallen sollen "erlebnisorientierte Jugendliche" weggelockt werden, indem die Polizei Feste veranstaltet. Dazu gehört unter anderem die "Straßensportmeile" in der Kreuzberger Bergmannstraße. Von 10 bis 20 Uhr gibt es Kistenklettern, Straßenfußball und BMX-Parcours. Mehr Tipps gibt es in den kommenden Tagen.

Im Katzbachstadion gibt es am 11 Uhr ein Fußballturnier, das die Polizei und die türkische Gemeinde zu Berlin organisieren. Eintritt frei.

Ab 14 Uhr gibt es am Neuköllner Mittelweg ein Fußballturnier des Kinder- und Jugendzentrums "Lessinghöhe".

Im Prinzenbad ist ab 10 Uhr "Anbaden mit der Polizei" angesagt.

Nähere Informationen im Internet unter

www.polizei.berlin.de

Infotelefone

Aktuelle Infos zum Naziaufmarsch in Berlin gibt es unter folgenden Telefonnummern:

0177 - 477 03 86
030 - 44 34 1001

Infotelefone der unabhängigen Antifa

030 - 275 60 756
Antifa-Infotelefon der AAB

EA Berlin

Tel. 030 - 69 222 22
Meldet Euch beim Ermittlungsausschuss, wenn Ihr verhaftet wurdet oder Verhaftungen mitbekommen habt. Der EA ist vom 30.4. bis zum 2.5. erreichbar.

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