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Stressfaktor - Berliner Terminkalender für linke Subkultur und Politik

Zeitungsberichte zum 1. Mai 2002
Auf dieser Seite findet Ihr die Zeitungsberichte, die im Vorfeld zum 1. Mai (hauptsächlich zu Berlin) erschienen sind.
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1. Mai 2002

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Quelle: taz Berlin - 19.4.2002

Aha-Effekt gesucht

Die Polizei setzt zum 1. Mai erneut auf deeskalierende Basecaps, braucht aber Sponsoren und zählbare Erfolge

Sie sind wieder da: die 60 Polizisten des Deeskalationskonzepts "Aha" zum 1.Mai. Ausgestattet mit luftigem Sommerhemd und einem begehrten schwarzen Basecap mit der Aufschrift "Polizei". Bis zu 30 Mark hätten Demonstranten dafür geboten, berichtet eine blonde Beamtin gestern bei der Vorstellung von "Aha" 2002.

Geld, das die Zukunft der Gewaltprävention vielleicht gesichert hätte. Denn angesichts der angespannten Finanzlage rechnen die Verfechter des "Aha"-Konzepts damit, dass sie zählbare Erfolge aufweisen müssen, um auch in den kommenden Jahren Geld zu bekommen. "Aha" steht für "Aufmerksamkeit - Hilfe - Appell" - und, so müsste man dieses Jahr ergänzen, wird präsentiert von McDonalds, TV Berlin, den Berliner Bäderbetrieben, den Berlin Thunders, Radio Hundert,6 und anderen. "Leistungen für mehrere Hundertausend Euro stellen diese Partner uns zur Verfügung", erklärt Polizeisprecher Wolfgang Dietz.

"Spaßbaden", Feste und Fußballturniere sollen am 1. Mai besonders Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren ansprechen. Denn die Gewalttäter sind laut Polizei in den vergangenen Jahren vor allem "nicht extremistisch und erlebnisorientiert" gewesen. Neben Aufklärung in Schulen sprechen die Polizisten mit dem begehrten Basecap auch gezielt Demonstranten an, um deren Motive zu verstehen und für Gewaltlosigkeit zu werben. Bei der blonden Beamtin hat das einen Aha-Effekt bewirkt: "Die Autonomen wissen, was sie wollen", sagt sie, "dagegen beten NPD-Anhänger nur Parolen nach". DIRK HEMPEL

Infotelefone

Aktuelle Infos zum Naziaufmarsch in Berlin gibt es unter folgenden Telefonnummern:

0177 - 477 03 86
030 - 44 34 1001

Infotelefone der unabhängigen Antifa

030 - 275 60 756
Antifa-Infotelefon der AAB

EA Berlin

Tel. 030 - 69 222 22
Meldet Euch beim Ermittlungsausschuss, wenn Ihr verhaftet wurdet oder Verhaftungen mitbekommen habt. Der EA ist vom 30.4. bis zum 2.5. erreichbar.

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