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1. Mai 2002 Sonderseite
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1. Mai 18 Uhr: Rosa-Luxemburg-Platz
Strömungsübergreifend und die herrschenden Verhältnisse im Visier: 1. Mai-Demo in Mitte
Die traditionelle revolutionäre 1. Mai-Demo startet jetzt vom Rosa-Luxemburg-Platz (wie 1996-1999) und soll über das Auswärtige Amt und die Friedrichstraße zum Oranienplatz führen.
Nachdem die Polizei im Vorfeld die Dichte der Veranstaltungen in Kreuzberg nutzte, verschiedene linke Aktivitäten gegeneinander auszuspielen, hat das Vorbereitungsbündnis beschlossen, den Auftakt der abendlichen Demonstration nach Mitte zu verlegen. Zudem scheiterten alle Versuche von uns, sich mit den Anmeldern der anderen Demonstrationen in Kreuzberg (unter anderem einer "Gegendemo" gegen das inzwischen gescheiterte Projekt des Personenbündnis) über ein vernünftiges "Ineinandergreifen" der Demos zu einigen, bzw. potentielle Konflikte innerhalb einiger linker, zum Teil fanatisierter Gruppierungen zu vermeiden. Leider haben Einige aus den Gruppen der Kreuzberg-Demos um 13 und 16Uhr
die Taktik der Polizei nicht erkannt und dieses Spiel bewußt oder unbewußt mitgespielt.
Da uns weiter daran liegt, an diesem Tag nicht nur als "verrückter, selbstzertörerischer Haufen" zu wirken, sondern linksradikale Kritik zu formulieren, gehen wir der Konfrontation mit anderen Linken lieber aus dem Weg und suchen symbolisch die Konfrontation mit den relevanteren herrschenden Verhältnissen.
Wir werden also nicht nur nach Mitte gehen, sondern gleich in Mitte unsere Demo beginnen, um uns später in Kreuzberg wieder mit Allen zu treffen. Das Vorbereitungsbündnis hält weiter an der Route zum Auswärtigen Amt fest, um dort mit einer Zwischenkundgebung gegen die kriegerische Aussenpolitik unter rot-grün Stellung zu beziehen. "Wenn es uns am 1.Mai auch ums Ganze, nämlich die Ablehnung des Kapitalismus, geht, so ist die sofortige Einstellung aller Kriegshandlungen durch deutsche Soldaten ein ganz konkrete Forderung, der wir vor dem Auswärtigen Amt Nachdruck verleihen wollen. Der Beginn unserer Demo um 18 Uhr am Rosa-Luxemburg-Platz soll alle linke Aktivitäten in Berlin möglich machen. Bis zum Nachmittag steht für uns die Verhinderung des Naziaufmarsches im Vordergrund. Ab 18 Uhr laden wir alle zu einer strömungsübergreifenden Groß-Demonstration ein, bei der die Linke in Berlin nochmal eigenständige Akzente setzen wird."(Zitat aus der Presseerklärung des Bündisses zur Änderung des Auftaktortes).
Im Vorbereitungsbündnis für die revolutionäre 1.Mai-Demo sind bisher folgende Gruppen vertreten:
Antifaschistische Aktion Berlin (AAB), Antifa Infernal, Autopool, Für eine linke Strömung (Fels), Ökologische Linke Berlin, Rote Antifa Reinickendorf, SUBCUTAN
unterstützt wird die Demo bisher von:
Autonome Antifa [M] Göttingen, Bündnis gegen Rechts (BGR) Leipzig, Antifaschistische Aktion Hannover
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Infotelefone
Aktuelle Infos zum Naziaufmarsch in Berlin gibt es unter folgenden Telefonnummern:
0177 - 477 03 86 030 - 44 34 1001 Infotelefone der unabhängigen Antifa
030 - 275 60 756 Antifa-Infotelefon der AAB
EA Berlin
Tel. 030 - 69 222 22 Meldet Euch beim Ermittlungsausschuss, wenn Ihr verhaftet wurdet oder Verhaftungen mitbekommen habt. Der EA ist vom 30.4. bis zum 2.5. erreichbar.
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