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1. Mai 2002 Sonderseite
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Quelle: Berliner Zeitung - 22.4.2002
Familienfest auf dem Kollwitzplatz
1. Mai soll gewaltfrei bleiben
str.
Während sich die Berliner Polizei auf einen Großeinsatz am 30. April und am 1. Mai vorbereitet, geht das Bezirksamt Pankow von einem friedlichen Verlauf der Feiern iN Prenzlauer Berg aus. "Wir haben keinen Anlass, einen krawallartigen Verlauf des 1. Mai zu erwarten", sagt Pankows Bezirksbürgermeister, Burkhardt Kleinert (PDS). "Nach Einschätzung der zuständigen Polizeidirektion 7 gibt es keine besondere Problemlage" in Prenzlauer Berg, sagte Kleinert.
In den vergangenen Jahren war es in der Walpurgisnacht, der Nacht vor dem Maifeiertag, und am 1. Mai selbst sowohl im Mauerpark an der Eberswalder Straße als auch auf dem Kollwitzplatz zu Auseinandersetzungen zwischen Jugendlichen und der Polizei gekommen.
In diesem Jahr organisieren Anwohner und Gewerbetreibende am 30. April und am 1. Mai ein Familienfest auf dem Kollwitzplatz. Die Veranstaltungen dauern bis 20 Uhr. "Es soll ein friedlicher Auftakt in den Mai werden", sagte Kleinert.
Im Mauerpark an der Eberswalder Straße will die Anwohner-Initiative "Freunde des Mauerparks" die Rasenflächen vor Brandschäden und Scherben schützen. Im Vorjahr feierten etwa 20 000 Menschen die Walpurgisnacht auf dem begrünten ehemaligen Grenzstreifen. Anschließend brauchten Mitarbeiter des Grünflächenamtes dort eine Woche, um Scherben und Müll zu beseitigen. Der Schaden betrug rund 50 000 Euro. Allein 10 000 Euro kostete die Müllbeseitigung.
Die Initiative "Freunde des Mauerparks" hat für die bevorstehende Walpurgisnacht mit Hilfe des Bezirksamtes ein Nutzungskonzept für den Park entwickelt. Umliegende Spätverkaufsstellen sollen nur Büchsen- statt Flaschenbier verkaufen. Wilde Feuerstellen auf der Wiese wolle man verhindern, sagt Moritz Naujaks von der Initiative.
Laut Bürgermeister Kleinert werde das Naturschutz- und Grünflächenamt einige Feuerplätze genehmigen und auch Brennholz bereit stellen. Auf Menschenmassen im Mauerpark wie bisher haben die Anwohner allerdings keine Lust. "Ein Fest organisieren wir dort nicht", betont Moritz Naujaks.
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