zur Startseite
Stressfaktor - Berliner Terminkalender für linke Subkultur und Politik

Texte zum 1. Mai 2002
Auf dieser Seite findet Ihr die Texte, die im Vorfeld zum 1. Mai (hauptsächlich zu Berlin) erschienen sind.
Zurück zur Sonderseite...

[squat.net]
Termine Adressen Voküs Themen Fotos Links Kontakt


Warning: Missing argument 1 for navigate() in /web/stressfaktor.squat.net/public_html/2002/sonderseiten/inc/mai_nav.inc on line 4

1. Mai 2002

Sonderseite
Programm
Texte
Zeitungen
Links
Bildmaterial
andere Städte
Nachbereitung


Warning: main(): URL file-access is disabled in the server configuration in /web/stressfaktor.squat.net/public_html/2002/sonderseiten/mai1.txt on line 3

Warning: main(http://stressfaktor.squat.net/inc/banner.inc.php): failed to open stream: no suitable wrapper could be found in /web/stressfaktor.squat.net/public_html/2002/sonderseiten/mai1.txt on line 3

Warning: main(): Failed opening 'http://stressfaktor.squat.net/inc/banner.inc.php' for inclusion (include_path='.:/usr/share/php:/usr/share/pear') in /web/stressfaktor.squat.net/public_html/2002/sonderseiten/mai1.txt on line 3

Text: Autonomes Zentrum Wuppertal - April 2002

Land in Sicht!

Auf zur fabelhaften autonomen 1. Mai Demo in Wuppertal 14.00 Uhr Platz der Republik, anschl. Straßenfest

Auch in den wahrlich barbarischen Zeiten nach dem bislang immer noch nicht ganz begriffenen 11. September gilt für uns nach wie vor: Einfach gegen die in globalem Maßstab ungerechten und unfreien Verhältnisse. Wir haben dieses Jahr viel vor. Eine ganze Reihe von Grenzcamps locken die AktivistInnen nach Thüringen, Straßburg und Hamburg. Transbergische Triathlons und autonome 1.Mai Demos bleiben (kollektive) Versuche unseres Kampfes gegen die herrschenden Zustände und für (Ferien)kommunismus der ganz besonderen fabelhaften Art.

Und es bleibt dabei: Jeder nicht geführte Kampf für etwas besseres wird schlimmer sein, als jede direkte Niederlage in der von uns angestrebten offenen Auseinandersetzung. Es gilt aus der fast grenzenlosen Beliebigkeit der politischen Felder wieder Parteinahme, Politik; Kritik und Analyse in Bezug auf rassistische Ausgrenzungs- und kapitalistische und sexistische Ausbeutungsformen in einer Linken anschieben, der all das immer fremder zu werden schien. Gegen das Gerede von "wir sind doch alle Beteiligte im Kapitalismus" fordern wir die Diskussion um unseren eigenen sozialen Standort in dieser Gesellschaft ein. Eine Repolitisierung der sozialen Frage ist auf dem Papier nicht zu haben, das lockere "Arbeit ist scheiße" muß sich erst auf den Amtsstuben der neuen Kontrollbehörden bewähren und die radikale Arroganz gegenüber über "Normalbürgern", die um ihren Arbeitsplatz bangen, wird sich dann relativieren, wenn die gutbezahlten Jobs und Erbschaften nicht für alle PolitaktivistInnen reichen.

Arbeit, Arbeit, Arbeit "Es gibt das weit verbreitete Missverständnis, Leben sei Arbeit. Das ist das Missverständnis von Leuten, die jede Hoffnung auf ein besseres Leben verloren haben. Leben ist Tätigkeit. Menschliches Leben könnte freie und bewusste Tätigkeit sein."

Arbeit ist Zwang, nicht eigentliches Bedürfnis. Arbeit bedeutet ursprünglich in allen westeuropäischen Sprachen: "Not, Elend, Plage. Last." Arbeit erscheint als gesellschaftliche Notwendigkeit und heuchelt jedem Glück, Freiheit und Wohlstand. Doch wer sich mit diesem Zustand abfindet, dies akzeptiert oder sogar dafür wirbt, setzt sich für die Verewigung eines Systems ein, in dem der Mensch ein unterdrücktes und beherrschtes Dasein fristet. Der Zwang der Arbeit offenbart sich allgegenwärtig, in der Gesellschaft, in der wir leben.

Es bleibt richtig und notwendig, sich dem kapitalistischen System entgegenzustellen, welches über Liberalisierung, Flexibilisierung, Deregulierung und Privatisierung die aus dem kapitalistischen Verwertungszwang resultierenden Erfordernisse durchsetzten will:

die Einführung von staatlich subventionierten Niedriglohnsektoren, die zugleich auch gewerkschaftliche Mindeststandards aufheben sollen, das Job-Aktiv-Gesetz, mit dem Zwang jeden Scheiß-Job um jeden Preis annehmen zu müssen , eine weitere Absenkung der Leistungen bei Krankheit und eine Teilprivatisierung der Krankenversicherung wie bei der Rentenversicherung, drastische Einschnitte im Sozialbereich: z.B. durch die Zusammenlegung und Kürzung der Arbeitslosen- und Sozialhilfe, ein Zuwanderungsgesetz, um dem deutschen Ausbeutungsmarkt kontrolliert brauchbare Arbeitskräfte zuzuführen und um die Konkurrenz zwischen den Arbeitskräften lohnsenkend zu nutzen, ein auf Selektion angelegtes Bildungssystem, dass weiter auf ökonomische Verwertbarkeit reduziert und weiter privatisiert wird u.a.m.

Unsere Antwort auf diese Herausforderungen muss eine bundesweite Widerstandsbewegung sein, die versucht, die soziale Frage zu repolitisieren. Angesichts der weltbeherrschenden Stellung des nahezu alle gesellschaftlichen Verhältnisse durchdringenden Kapitalismus kann ein punktuell in konkreten Arbeitsauseinandersetzungen geleisteter Widerstand die Verhältnisse nicht umwälzen. Wenn z.B in Frankreich die Belegschaften verschiedener MC Donald Filialen für bessere Arbeitsbedingungen kämpfen oder wenn sich im März diesen Jahres in Rom drei Millionen Menschen versammeln, um gegen eine Verschärfung der Arbeitsgesetzgebung vorzugehen, dann erschüttern diese Kämpfe nicht die Grundfeste des kapitalistischen Systems.

Aber wo bitte schön sollen Transformation und Umwälzung der bestehenden Verhältnisse herkommen, wenn nicht über Widerstandsbewegungen, die sich an konkreten Auseinandersetzungen formieren und in deren Zuspitzung punktuell die Machtfrage stellen? Erst darüber bringen wir uns in die Position, weiterreichende Veränderungen durchzusetzen. Es bleibt richtig und wichtig, Unterdrückungsverhältnisse genau zu analysieren und deren Kerne herauszuarbeiten. Über die alleinige Bewusstwerdung, wird sich ein System, welches über Unterdrückung und Ausgrenzung die Machtverhältnisse zu zementieren sucht, jedoch nicht verändern lassen.

Daher: Den sozialen Frieden aufkündigen! Kapitalismus abschaffen!

Infotelefone

Aktuelle Infos zum Naziaufmarsch in Berlin gibt es unter folgenden Telefonnummern:

0177 - 477 03 86
030 - 44 34 1001

Infotelefone der unabhängigen Antifa

030 - 275 60 756
Antifa-Infotelefon der AAB

EA Berlin

Tel. 030 - 69 222 22
Meldet Euch beim Ermittlungsausschuss, wenn Ihr verhaftet wurdet oder Verhaftungen mitbekommen habt. Der EA ist vom 30.4. bis zum 2.5. erreichbar.

Rückblick

1. Mai 2000
Sonderseite
Nachbereitung

1. Mai 2001
Sonderseite
Nachbereitung

Kontakt

E-Mail an StressfaktorE-Mail an den Stressfaktor