zur Startseite
Stressfaktor - Berliner Terminkalender für linke Subkultur und Politik

Zeitungsberichte zum 1. Mai 2002
Auf dieser Seite findet Ihr die Zeitungsberichte, die im Vorfeld zum 1. Mai (hauptsächlich zu Berlin) erschienen sind.
Zurück zur Sonderseite...

[squat.net]
Termine Adressen Voküs Themen Fotos Links Kontakt


Warning: Missing argument 1 for navigate() in /web/stressfaktor.squat.net/public_html/2002/sonderseiten/inc/mai_nav.inc on line 4

1. Mai 2002

Sonderseite
Programm
Texte
Zeitungen
Links
Bildmaterial
andere Städte
Nachbereitung


Warning: main(): URL file-access is disabled in the server configuration in /web/stressfaktor.squat.net/public_html/2002/sonderseiten/mai1.txt on line 3

Warning: main(http://stressfaktor.squat.net/inc/banner.inc.php): failed to open stream: no suitable wrapper could be found in /web/stressfaktor.squat.net/public_html/2002/sonderseiten/mai1.txt on line 3

Warning: main(): Failed opening 'http://stressfaktor.squat.net/inc/banner.inc.php' for inclusion (include_path='.:/usr/share/php:/usr/share/pear') in /web/stressfaktor.squat.net/public_html/2002/sonderseiten/mai1.txt on line 3

Quelle: junge Welt - 2.5.2002

Kein Plus-Punkt

Kreuzberger Impressionen

Rüdiger Göbel

Kreuzberg bleibt Kreuzberg, wie es singt und kracht. »Raus aus dem Mief, rein in den Rock«, so das sinnige revolutionäre Motto des Vorabendkonzerts zu den Maifestspielen in Deutschlands Hauptstadt Berlin. »Wo ischen do de Bolle?«, lallt ein süddeutscher Revolutionär auf dem Oranienplatz zur Nachbarflasche. »Isch was ah net, awer do vorne geht’s ab!« Endlich, das Warten hat sich gelohnt. Es kracht, versprochen ist versprochen. Böller, rote Raketen, Randale pünktlich zum Konzertende, Fettes Brot und Goldene Zitronen packen ein. Die Nacht ist kalt, doch wir habn nur von Bier geträumt. Beim Supermarkt Plus an der Ecke gibt’s für wenige Minuten Freigetränke - alkoholfreie, den Rest haben die revolutionären Kids am Nachmittag brav schlangestehend schon pallettenweise weggekauft. Der Billigladen brennt nicht wie Bolle 1987, doch zum Mythos wird der Glasbruch schon reichen. 20 Polizisten stürmen den O-Platz, Deckung, 5000 angetrunkene Revolutionäre suchen das Weite. Noch ein paar Steine und Bilder für die Fotografen, und der geplünderte Laden gehört wieder dem Kapital. »Geil ey, wa?« meint ein junger Militanter mit verklärtem Leuchten in den Augen, vielleicht aber auch nur bekifft. 13 Uhr, 16 Uhr, 18 Uhr, auf drei »revolutionäre« Maidemonstrationen bringen es Berlins Radikale in diesem Jahr. Dazu noch Walpurgisnacht feiern, Naziaufmarsch stoppen, gegen das Demoroutenverbot protestieren (14 Uhr). Vor allem für Zugereiste ein hartes Selektionsprogramm: Wer ist der revolutionärste im ganzen Land? Die Bundeswehr übernimmt das Kommando der Ostafrikaflotte im »Antiterrorkampf«, dafür darf die Kriegspartei Bündnis 90/Die Grünen am Mittwoch ungestraft auf dem linken Mariannenplatzfest für sich werben. Denk Mai neu? I wo. Die Legende lebt.

Infotelefone

Aktuelle Infos zum Naziaufmarsch in Berlin gibt es unter folgenden Telefonnummern:

0177 - 477 03 86
030 - 44 34 1001

Infotelefone der unabhängigen Antifa

030 - 275 60 756
Antifa-Infotelefon der AAB

EA Berlin

Tel. 030 - 69 222 22
Meldet Euch beim Ermittlungsausschuss, wenn Ihr verhaftet wurdet oder Verhaftungen mitbekommen habt. Der EA ist vom 30.4. bis zum 2.5. erreichbar.

Rückblick

1. Mai 2000
Sonderseite
Nachbereitung

1. Mai 2001
Sonderseite
Nachbereitung

Kontakt

E-Mail an StressfaktorE-Mail an den Stressfaktor