Umgang mit sexualisierter Gewalt in der linken Szene

Auch in linken Bewegungen muss sich mit sexualisierter Gewalt in den eigenen Reihen auseinandergesetzt werden. Denn sexualisierte Übergriffe und patriachale Gewalt sind keine Einzelfälle, sondern haben Struktur. Wie können wir es schaffen, einen Umgang damit zu finden, der den Betroffenen gerecht wird? Einen Umgang, der Zusammenhänge langfristig stärkt und damit das Vertrauen schafft um gemeinsam in einen Veränderungsprozess zu gehen? Was braucht es dafür? An welche Grenzen stoßen wir dabei? Wie kann kollektives Schweigen gebrochen werden? Wie können wir uns aktiv mit Betroffenen solidarisieren? Wie können gemeinsame Perspektiven darauf entstehen?

Seit einiger Zeit gibt es in Berlin und anderen Städten Ansätze, einen kollektiveren Umgang mit der Thematik zu finden. Die geleistete Arbeit zu dem Thema bleibt jedoch oft unsichtbar und auf konkrete Fälle begrenzt. Das wollen wir ändern und zu einer weiteren Sensiblisierung beitragen. Wir wollen Ansätze und Konzepte im Umgang mit sexualisierter Gewalt und Übergriffen in linken Gruppen und größeren Zusammenhängen vorstellen und über die Probleme in der Praxis sprechen.

Eine Info und Diskussionsveranstaltung mit dem „Fuck Off Lab“, das im Gängeviertel in Hamburg an einer längeren Auseinandersetzung zu dem Thema beteiligt war und der Gruppe ask gerd_a, ein antisexistisches Kollektiv in Berlin, das Unterstützungsarbeit für Betroffene von sexualisierter Gewalt, Sexismus und patriarchaler Gewalt macht.

Die Veranstaltung war für Juni geplant, musste dann aber wegen Corona abgesagt werden. Diesmal klappt es hoffentlich.

Plattenkosmos (Magdalenenstr. 19)
Magdalenenstr. 19
10365 Berlin

Magda19