Der Kampf um die Liebig34

Der Gerichtstermin um die Raeumung unseres anarcha-queer-feministischen Hausprojekts soll am 15.11.19 stattfinden. Padovicz will uns unser Haus nehmen und Politiker*innen wollen, dass wir die Fuesse stillhalten und einfach abwarten und zusehen, was irgendwelche Gerichte ueber unsere Zukunft entscheiden werden.
Aber wir lassen nicht irgendwelche cis-Maenner entscheiden, was mit unserem anarcha-queer-feministischen Projekt und Zuhause passieren wird. Wir sind schon laenger scheisse wuetend und werden es auch noch bleiben!

Die vergangenen Wochen im Nordkiez

In der letzten Zeit hat die Bullenpraesenz in unserem Kiez mal wieder massiv zugenommen. Helis fliegen des Oefteren die Woche tagsueber und auch nachts ueber unsere Daecher, Bullenwannen fahren routiniert ihre Schichten in der Nachbarschaft und Personenkontrollen werden wieder zur Alltaeglichkeit.
Selbst an unseren Dorffest, selbstorganisiert mit unseren Nachbar*innen, bei dem das Variete und der Mit-mach-Zirkus viele Kinder aus der Nachbarschaft anzogen, stellten sich die Cops bedrohlich auf und versuchten unsere gemeinsamen Tage zu stoeren.
Auch sind in den letzten Wochen immer wieder Menschen aus unserer naeheren Umgebung verhaftet und in Gewahrsam genommen worden. Der Umgang mit unseren Freund*innen war gewalttaetig und sexistisch von Seiten der Polizei. Sei es morgens beim Kaffee holen oder abends beim gemeinsamen Kuefa essen, die Bullen kommen und versuchen staendig uns von allen Seiten klein zu halten. Sei es durch den Staatsapparat seitens des Senats und Bezirks, die versuchen uns mit allen Mitteln zum Schweigen zu bringen oder durch die taegliche Konfrontation und Schikane durch die Cops. Es wird uns vermittelt, dass Angst geschuert werden soll.
Aber wir lassen uns nicht einschuechtern und fuer uns ist es eine Selbstverstaendlichkeit, dass wir Widerstand leisten.
Wir wissen schon laengst, dass dieser Umgang uns gegenueber nur eine Reaktion auf unsere Mobilisierung und den gemeinsamen Kampf gegen Verdraengung, Patriarchat, Diskriminierung und Kapital ist. Dies weckt in uns die Hoffnung, dass unser Kampf gegen die Stadt der Reichen und Maechtigen Fruechte tragen koennte.

Ein Blick in unsere Zukunft
Wie auch schon vor der akuten Bedrohung der Raumung, ist und bleibt es wichtig, sich den Dorfplatz, autonome Raeume und Strassen nicht nehmen zu lassen und Praesenz zu zeigen. Es ist Sommer in Berlin, ein Grund mehr unser Leben auf die Strassen zu verlagern. Lasst uns gemeinsam Padovicz und all den anderen Spekulanten zeigen, was wir von dem Gerichtstermin halten. Unterstuetzt uns mit euren kreativen Soli-Aktionen, setzt eure Kaempfe in Bezug zu unseren Kaempfen. Es gilt nicht nur einen besonderen Tag, wie den Tag unserer Raeumung, in Fokus unserer Wut zu setzen. Dezentrale Aktionen, jetzt und ueberall, um der Normalitaet des Schweigens etwas entgegen zu setzen!
Selbst wenn sie unser Haus raeumen werden, unsere Traume, politischen Ideale und Utopien, die hinter dem Haus stehen, koennen sie nicht rauemen. Der Kampf gegen Kapital, Verdraengung, Patriarchat und Diskriminierung laesst sich nicht nur an einem Projekt und einem Tag festmachen. Es ist Zeit: Lasst uns rebellisch-feministische Banden bilden!

Wir werden weiter kaempfen fuer ein hierarchiefreies Leben fernab von Patriarchat und Kapitalismus. Fuer das Erlangen von anti-staatlichen Perspektiven. Fuer eine befreite Gesellschaft, in der Wohnraum keine Ware ist!

Liebig34

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The Fight for Liebig34 goes further.

The Court hearing for the eviction of our anarcha-queer-feminist housing project will take place on the 15th of november 2019. Padovicz wants to snitch away the house, while the politicians are trying to keep our mouths shut. Both parties are awaiting a final court decision. We do not let any cis-men decide about the future of our anarcha-queer-feminist project, cause simply no one should decide about us, but ourselves.

The last weeks in Nordkiez

Lateley, the presence of cops in our neighbourhood increased massively. Helicopters are flying daily and nightly over our roofs. Multiple police vans drive through our streets and ID-controls become part of everyday normality.

Also, during our self-organized neighbour fest in which a lot of children participated, the cops reacted in an aggressive way, trying to ruin our day. Several persons sympathising with our project, have been arrested and taken into custody. The arrests of these friends were very violent and sexist. Whether it’s about getting a coffee in the morning at the other side of the street or having dinnerin front of our house, the cops find ways to intimidate us. The system of state tries to silence us by all means. As a consequence, we face daily confrontation with the cops. However, their provocation is not something we allow to set us back or keep us small. It is something that encourages us to resist.
We are aware that their violent behaviour is purely a reaction on our mobilization in our joint-fight against gentrification, patriarchy and capital. All of this, shows us, that our battle against „the city of the rich and powerful“ is effectively starting to worry the establishment.

A glance into our future

It remains important to not let them take away Dorfplatz and the neighbourhood, but to show presence, since we want to shift life and summer to the streets in Berlin. Let us all together. Let us express to Padovicz and everyone else whatwe think of this court date which we received. Be creative and support us with solidarity actions. Further, it’s fundamental that the focus is not only on the eviction day of Liebig34, but that decentralized actions happen everywhere at any moment.
We won‘t be robbed of our desires and conviction when our house will be evicted. The fight against capital and patriarchy is not solely connected to one day or one project. Let’s form rebellious feminist gangs!

We will continue to battle further for a life free of hierarchies, away from patriarchy and capitalism. For a liberated society in which living spaces are no commodities in a consumerist world.

Liebig34

L34 feminist