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[Quelle: Komitee gegen Isolationshaft - 18.7.2000]
15 Stunden andauernder Angriff und Widerstand im Gefängnis Burdur
Am 5. Juli 2000 hat der türkische Staat einen Angriff auf die politischen Gefangenen in dem Gefängnis von Burdur gestartet. Bei dem Angriff wurden über 60 Gefangene verletzt, davon schweben 16 Gefangene noch in Lebensgefahr. Einem Gefangenen wurde der Arm abgerissen und andere wurden auf schwerste Weise gefoltert.
Folgende Darstellung soll einen genauen Rückblick auf die Geschehnisse an jenem Tag ermöglichen.
4. Juli 2000: Am nächsten Tag soll es gegen 12 Gefangenen ein Gerichtsverfahren geben. Die Gefängnisleitung kündigt willkürliche Durchsuchungen nach dem Gerichtsverfahren an und droht mit einem Angriff, falls die Gefangenen sich dagegen wehren. Die Gefangenen antworten daraufhin, daß die Durchsuchungen ein Vorwand ist, um sie anzugreifen, und daß sie seit Monaten bei der Hin- und Rückfahrt zum Gericht gefoltert werden. Sie geben der Gefängnisleitung bekannt, daß sie nicht zur Gericht fahren werden.
5. Juli 2000: Da die Gefangenen wissen, daß sie angegriffen werden sollen, lehnen sie ab, bei den Gerichtsverfahren zu erscheinen. Um 5.00 Uhr Morgens gibt die "Krisensitzung" den Kommandos, die sie aus Egirdir kommen ließen und auf den Angriff vorbereiteten, den Befehl für den Angriff.
Um 08.00 Uhr: Ohne Warnung greifen die voll ausgestatteten Kommandos, Gendarmarie und Sondereinsatzkommandos der Polizei die Gemeinschaftszellen der Gefangenen an.
Um 08.50: Die Wände der Gemeinschaftszellen der revolutionären Gefangenen werden versucht mit Baggern einzureißen. Gleichzeitig versuchen die mit Robocopanzügen ausgestatteten Soldaten der Gendarmarieregiment, mit Hilfe der Polizei und Gefängniswächtern die Wände zu durchlöchern.
Um 09.20 Uhr: Durch die durchlöcherten Wänden gehen die Sondereinheiten zum Angriff über. Gleichzeitig schießt die Feuerwehr von den durchlöcherten Wänden aus mit Wasser. Angriff und Bekämpfung werden dort fortgesetzt, wo die Sondereinheit abgewehrt wird. Inzwischen, treffen die weiblichen und männlichen Gefangenen in der A- 1 Zelle zusammen und führen den Widerstand gemeinsam fort. Und so steigt ihre Anzahl auf 60. Die Kommandos und Sondereinheiten fordern die Gefangenen auf, sich zu ergeben und deren Antwort lautet wie in Ulucanlar und die Gefangenen setzen ihren Widerstand fort.
Um 09.50 Uhr: Wo die Wände schon durchlöchert sind, werden Gas- und Druckbomben reingeschmissen. Die Soldaten, die schon auf den Dächern Stellungen genommen haben, nehmen Visier, auf die Zellen der Gefangenen und warten. Von allen Seiten wird versucht die Zellenmauern zu durchlöchern. Von außen mit Baggern und von innen mit Bohrgeräten.
Um 10.25 Uhr: Fortsetzung der Bombardierung durch Gas- und Geräuschdruckbomben. Währenddessen wird angefangen die Körper der Gefangenen mit einem teerquastartigen Mittel zu besprühen. Gleichzeitig leerten sie die Zelle der PKK Gefangenen die sich nicht an dem Widerstand beteiligt haben, und greifen von dort die politischen Gefangenen an. Die PKK Gefangenen verhalten sich genauso, wie sie sich im Ulucanlar Gefängnis verhalten haben. Sie sehen dem Angriff zu und verhalten sich so wie das Kommando und die Sondereinheit es von ihnen wünscht.
Um 10.30 Uhr: Das Zentrale Koordinationskomitee der Gefängnisse (eine Organisation der Gefangenen) verlangt von der Gefängnisverwaltung und Staatsanwaltschaft in Sagmalcilar (ein Gefängnis in Istanbul), daß der Angriff sofort gestoppt wird. Der Staatsanwaltschaft antwortet, daß sie den Gefängnisdirektor angerufen hat und er ihnen erzählt hat, daß keine Operation stattfindet. Jedoch geht der Angriff mit seiner Härte weiter. Es ist unmöglich, daß das Ministerium nichts davon weiß, der Generaldirektor sagt nicht die Wahrheit.
Um 10.55 Uhr: Der Angriff und der Widerstand geht jetzt um die Barrikaden an der Tür weiter. Die Kommandos und Sondereinheiten versuchen, in dem sie auch die Zelle der weiblichen sozialen Gefangenen entleeren, um von dort aus die Mauer zu durchlöchern.
Um 11.35 Uhr: Von draußen wird angefangen die Gefängnismauer niederzureißen. Sie versuchen die Mauer des Teils, wo sich die Zellentoiletten befinden, zu durchlöchern. Es gelingt ihnen in die Zelle zu gelangen, indem sie gleichzeitig das Zellendach durchlöchern. Die Gefangenen ziehen sich von diesem Teil zurück.
Um 12.30 Uhr: Der Angriff, der an den Barrikaden angefangen hat, wird verstärkt weitergeführt. Die Gefangenen zünden die Barrikaden an. Die Bombardierung geht weiter.
Um 12.50 Uhr: Weil sie von der Seite der Frauen ein Loch geöffnet haben, greifen sie jetzt von dort an.
Um 15.00 Uhr: Durch das Loch, daß sie auf dem Dach der Zelle eröffnet haben, schmeißen sie Gasbomben. Eine Gefangene, die Asthma hat, erlebt einen Anfall, durch chemische Gase. Die revolutionären Gefangenen ziehen sich in eine andere Zelle zurück.
Um 17.20 Uhr: Fast alle Seiten der Zelle, wo sich die Gefangenen zurückgezogen haben werden durchlöchert. Es gibt keinen Ort mehr, wo man sich zurückziehen kann. Durch die Öffnungen kommen jetzt die Kommandos und Sondereinheiten. Es beginnt ein Kampf der Gefangenen gegen sie. Gefangenen, die nichts in der Hand haben, als ihr Leib, das Lied "Wenn ihr den Mut habt, kommt doch!" singend, leisten Widerstand gegen mit Knüppeln und Eisenstangen bewaffnete Kommandos und Sondereinheiten. Die verwundeten Gefangenen werden als erstes eine nach dem anderen von den Gefangenen getrennt. Aber der Widerstand geht weiter und das Kommando und die Sondereinheit werden noch einmal abgewehrt.
Um 18.30 Uhr: Das Zentrale Koordinationskomitee der Gefängnisse spricht mit Ferzan Citici und fordert, daß das Operation gestoppt wird. Laut Citici sagt der Staatsanwalt von Burdur, daß er mit den Vertretern der Gefangenen gesprochen hat und daß der Problem binnen einer Stunde beseitigt sein wird... Indessen wird in der gleichen Zeit von allen Seiten, wo sich die Gefangenen befinden, die Mauern durchlöchert und es findet ein Kampf um das nackte Überleben statt. Der Angriff und Widerstand geht weiter. Kurz gefaßt, die Staatsanwälte und das Generaldirektorium sagt den Gefangenen von verschiedenen Gefängnissen nicht die Wahrheit über ihre Freunde in Burdur. Manche Fernsehanstalten jedoch berichten schon über den Angriff und Widerstand.
Um 19.00 Uhr... Um 20.00 Uhr... Um 21.00 Uhr... Um 22.00 Uhr... der Angriff der Widerstand geht weiter...
Um 22.40 Uhr: Fast alle verwundeten Gefangenen führen ihren Widerstand mit Parolen weiter. Während die Soldaten die verwundeten Gefangenen foltern, kommen Männer in Zivilkleidung hinzu, die erkennbar speziell Beauftragte sind, und beteiligen sich daran.
Um 22.45 Uhr: Es gibt keinen Gefangenen mehr, der stehen kann, alle sind verwundet und werden weiter gefoltert. Der Susurluk-Staat und das Justizministerium können die Schlacht, die sie um 08.00 Uhr morgens angefangen haben, erst um 22.45 Uhr mit einem "Sieg" beenden.
Um 23.00 Uhr: Der Gouverneur von Burdur erklärt in einer Siegeshaltung wie ein Kommandant, daß sie die Situation im Griff haben und daß Ruhe im Gefängnis herrscht.
Um 24.00 Uhr: Viele der verwundeten Gefangenen werden in Einzelzellen eingesperrt. Die Schwerverletzten werden ins Staatskrankenhaus von Burdur verlegt. Ein Gefangener, dem sein Arm abgerissen worden ist, wird ins orthopädische Krankenhaus von Egirdir verlegt.
"...Die Gefangenen, die bei den Vorfällen in Burdur Gefängnis verletzt und ins Staatskrankenhaus gebracht wurden, wurden gestern unter dem Zwang der Gendarmarie aus dem Krankenhaus abgeholt. Als die Gefangenen, die das Krankenhaus nicht verlassen wollten 'Es Lebe Unsere Gerechte Kampf' riefen, wurden sie von der Gendarmarie zusammengeschlagen und schleifend ins Autos gezerrt..." (Die Zeitung Cumhuriyet vom 7. Juli 2000)
Am nächsten Tag: Die Gefangenen, die aus dem Krankenhaus zurückgeholt wurden, werden auch in Einzelzellen eingesperrt. Die Familien der Gefangenen, die sich über das Leben ihrer Kinder informieren wollen, werden vor dem Gefängnis weggebracht und festgenommen. Anwälten wird nicht gestattet mit ihren Mandanten zu sprechen. In Istanbul und in Ankara werden Proteste und Presseerklärungen der Familien durch Festnahmen verhindert.
So versucht der türkische Staat seine "Autorität" und "Stabilität" in den Gefängnissen durchzusetzen. Der Staat hat wieder einmal seine "Stärke" bewiesen! Das ruhmreiche Susurluk-Militär und Polizei hat wieder einmal so die "Unabhängigkeit" und die "Unaufteilbarkeit des Vaterlandes" beschützt... Dem Susurluk-Staat so ein Sieg schaffende und gleichzeitig den "Krisentisch" bildende Gouverneur von Burdur, Kaya Uyar, Gendarmariekommandant des Gebietes, Tahsin Baltacioglu, Gendarmariekommandant des Stadtes Burdur, Ali Sait Erduran, Oberstaatsanwalt der RepublikSait Gürlek und Gefängnisdirektor, Katip Özen, erklären spät nachts, wie sie die "Autorität" geschaffen haben.
Die Gefangenen, die verletzt und in Einzelzellen eingesperrt sind, setzen ihren Widerstand fort, in dem sie Parolen rufen und politische Lieder singen.
Das Zentrale Koordinationskomitee der Gefangenenorganisation erklärt, daß sie – gleichgültig in welchem Gefängnis sie sich befinden – Besetzungsaktionen durchführen und sich nicht zählen lassen werden, um den Angriff zu protestieren und um zu erfahren, was mit ihren Freunden passiert ist. Außerdem forderten sie die sofortige Beendigung der Einzelhaft ihre Freunde.
Wir als Familien der politischen Gefangenen, die angegriffen, 15 Stunden lang gefoltert und ohne medizinische Versorgung in die Einzelzellen eingesperrt sind, fragen:
Warum wurden unsere Angehörige, die sich in dem Gefängnis von Burdur befinden, angegriffen?
Der Gefängnisdirektor Katip Özen äußerte unseren Angehörigen gegenüber seitdem sie aus dem Gefängnis von Ulucanlar Ankara in Burdur verlegt worden sind: "Eure Angelegenheit in Ulucanlar ist noch nicht vollendet, wir werden es hier zu Ende führen". Meinte er etwa diesen Angriff damit? Ist die Angelegenheit jetzt vollendet? Wir warten auf eine Erklärung!
Unsere Angehörige wollten zu ihren Gerichtsverhandlung aber ihr habt eine willkürliche Zwangsdurchsuchung auf dem Transportweg vom Gericht zum Gefängnis eingeführt, damit ihr ein Grund für Angriff habt. Es wurden Gründe für Angriffsoperationen inszeniert: in dem Gefängnis von Ankara Ulucanlar hieß es "Konflikte wegen überfüllte Zellen" und in Burdur heißt es jetzt "Durchsuchungszwang". Stehen weitere Angriffe mit derartigen Ausreden an? Wir möchten wissen, wie die nächste Ausrede sein wird.
Wird so eine Methode bei Jedem angewendet, der nicht zum Gerichtsverhandlung erscheint? Wird es in Zukunft nur noch diese Methode geben? Wird dadurch das kranke Justizmechanismus wieder hergestellt?
Die verantwortlichen der Operationen, in erste Linie der Justizminister und der Generaldirektor, müssen erklären, warum sie ein Angriff gestartet haben, die 15 Stunden gedauert hat.
Der Herr Minister berichtet stolz, daß es den "Gefangenen nicht mal die Nase bluten wird" als sie faschistische Banden in dem Gefängnis von Eskisehir und Bayrampasa in Istanbul bewaffnet aufeinander los gingen. Wie groß ist seine Stolz über den Angriff in dem Gefängnis von Burdur und über dem Massaker in dem Gefängnis von Ulucanlar Ankara?
Warum wurde die Behandlung von unseren verletzten Angehörigen im dem Krankenhaus abgebrochen und warum wurden sie mit Folter wieder ins Gefängnis zurückgebracht? Wir erwarten ein Antwort von dem Justizminister Hikmet Sami Türk, der die faschistische und mafiöse Gefangene von einem Krankenhaus zum nächsten bringt, wenn sie Bauchschmerzen haben.
Der Generaldirektor Ali Suat Ertosun vom Gefängnis muß uns erklären, unter welchen Bedingungen und unter welche Art von Folter er unsere verletzten Angehörige in die Einzelzellen einsperrt.
Wie heißt das chemische Waffe, der auf unsere Angehörige gesprüht wurde, welche Auswirkungen hat er und was sind die Spätfolgen davon? Der technische Richter Yilmaz Saglam muß uns erklären, woraus sich die Gasbomben zusammensetzen, die bei de Angriff benutzt wurde. Welche Behinderung könnte durch diese Gasbomben in Zukunft entstehen?
Der Angriff hat um 8.00 Uhr angefangen. Die Angreifer sind mit allem Ausrüstungen vorbereitet gewesen. Obwohl duzende Kilometer zwischen Burdur und Egirdir liegt, wurden die Kommandos aus Egirdir zum Einsatz geholt. Diese waren aus ein Angriff schon vorbereitet. Außerdem wurden nachts um 05.00 Uhr massenweise Soldaten gebracht. Das alles zeigt, daß der Angriff vorher geplant und der Einsatz zum Angriff von der Zentrale gegen wurde. Kurz gefaßt: Die Erklärung vom Krisentisch, daß die Gefangenen die Durchsuchung nicht zugelassen haben, ist eine Erklärung, die vor dem Angriff erfunden wurde.
Gestern war es Ulucanlar, heute ist es die Burdur. Und wo findet der nächste Angriff statt? In welchem Gefängnis noch wollt ihr unsere Angehörige angreifen, foltern und massakrieren? Wir möchten wissen.
Für unsere gefangen genommene Angehörige gibt es keine Lebenssicherheit mehr. Unsere lebend festgenommene Angehörige werden entweder so wie Murat Dil umgebracht, weil die medizinische Versorgung verwehrt wird oder sie werden wie in dem Gefängnis von Ulucanlar Ankara gefoltert und danach massakriert. Hinterher hieß es "wir müssen in den Gefängnissen unsere Autorität wieder herstellen". Wenn dieses Vorgehen Autorität ist und wenn Autorität so hergestellt wird dann erkennen wir dieses Autorität nicht an. Wenn unsere Angehörige heute Angegriffen und getötet werden obwohl sie in den Gemeinschaftsunterkünften leben, ist für uns sehr klar was passieren wird wenn sie in die Isolationszellen, welches Manche "sehr luxeriös" finden, eingesperrt werden. Dann werden unsere Söhne und Töchter Schritt für Schritt massakriert. Dies werden wir nicht zulassen. Wenn sie dies erreichen wollen, müssen sie erst über unsere Leichen gehen. Selbst dann werden wir die Isolationszellen verhindern.
"Ich schreie, schreie
Komm ich rufe um Blei verschmelzen zulassen
Wenn Du nicht brennst,
wenn ich nicht brenne,
wie soll dann das Dunkelheit in Helligkeit umgehen..."
Wir rufen alle Menschen auf sich gegen die Isolation zu stellen!
Wir rufen alle auf, gegen die zu sein, die mit der Ausrede "Autorität in den Gefängnissen herzustellen" Gefangene zwischen vier Wänden massakrieren und foltern!
Wir rufen alle auf, die Würde der Menschen zu schützen!
AUSSCHNITT AUS DER ERKLÄRUNG DES ZENTRALEN KOORDINATIONSKOMITEE DER GEFANGENENORGANISATION:
...wieder einmal haben wir ein versuchtes Massaker in dem Gefängnis von Burdur erlebt. Heute hat die Gefängnisverwaltung seine Drohungen den Gefangenen gegenüber, die das Massaker in Ulucanlar Ankara überlebt haben, in Tat umgesetzt. Durch seine provokative Handlungen hat die Legitimierung für ein Angriff vorbereitet. (...) Die Gefängnisverwaltung hat diesen Angriff geplant und in Tat umgesetzt, als die revolutionären Gefangenen die Zwangsdurchsuchung auf dem Rückweg von der Gerichtsverhandlung abgelehnt hatten.
DURCHSUCHUNG AUF DEM RÜCKWEG VOM GERICHTSVERHANDLUNGEN IST EINE WILLKÜRLICHE MASSNAHME, DIE SICH AUF KEINE LOGISCHE ERKLÄRUNG STÜTZT UND SIE WURDE BISHER IN KEINE ANDEREN GEFÄNGNIS ANGEWENDET..."
AUSZUG AUS DER ERKLÄRUNG DER GEFANGENEN, MIT DEM DATUM VOM 05. JULI 2000:
...Die Mörder von den Gefangenen in Ulucanlar Ankara sind wieder bei der Arbeit! Diesmal sind sie in dem Gefängnis von Burdur. Vor dem Angriff rufen sie, genau so wie bei dem Massaker in Ulucanlar, "ergebt Euch". Als Antwort bekommen sie "Wir werden Widerstand leisten, wir werden uns nicht ergeben"!
WIR FRAGEN ALLE: Sind sie auf der Seite der Mörder, die gestern in Ulucanlar und heute in Burdur Blut vergießen, angreifen, massakrieren und foltern?
Es gibt nicht viele Alternativen. Sie sind entweder auf der Seite der Mörder oder nicht... Alles ist so klar und offen.
Der Angriff und Widerstand geht in dem Gefängnis von Burdur weiter. Auch wenn sie massakriert werden, werden die revolutionären Gefangenen ihre Überzeugung und ihre Würde mit Einsatz ihres Lebens verteidigen und sie werden siegen.
WIEDERMAL WERDEN DIE WIDERSTAND LEISTENDEN REVOLUTIONÄREN GEFANGENEN SIEGEN!
DIE NAMEN DER GEFANGENEN, DIE NACH DEM ANGRIFF INS KRANKENHAUS GEBRACHT UND WIEDER OHNE BEHANDLUNG INS GEFÄNGNIS ZURÜCKGEBRACHT WURDEN, SIND:
SADIK TÜRK
NURAY ÖZCELIK
MEHMET LEYLAK
HÜLYA TUTUS
AHMET GÜN
ALI AYCEN
BARIS GÖNÜLSEN
ÖZGÜR SAHIN
BIRSEN DERMANLI
YUSUF TIMUR
ASIYE GÜDEN
KADIR AGBABA
TUNCAY YILDIRIM
NERIMAN SOYLU
OSMAN ÖZARSLAN
KASIM CEYLAN
VELI SACILIK (Er wurde ins Krankenhaus in Egirdir verlegt, nachdem sein Arm bei dem Angriff abgehackt wurde.)
Außerdem wurden weitere 42 Gefangene, die nach dem Angriff ins Krankenhaus gebracht wurden, Hals über Kopf wieder ins Gefängnis zurückgebracht, nachdem ihre Verletzungen medizinisch vorsorgt wurden. Bei diesen Gefangenen gibt es Verletzungen wie Blutergüsse durch Folter und Beschwerden im Brustbereich, die durch Gasbomben verursacht wurden. Bei keinen von diesen Gefangenen wurde medizinische Behandlung durchgeführt.
Vor dem Gefängnis von Burdur wurden drei Familienangehörige festgenommen, die sich nach dem Zustand ihrer Angehörigen erkundigen wollten.
Den Anwälten, die nach Burdur gekommen sind, um mit ihre Mandanten zu sprechen, wurde keine Besuchserlaubnis erteilt.
Die Gefangenen wurden im verletzten Zustand dem Staatsanwaltschaft vorgeführt. Aus Protest gegen den Angriff haben diese Gefangenen keine Aussagen gemacht.
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