- Die Berliner Landesregierung rechnet für die NPD-Demonstration am 1. Mai mit einer starken Beteiligung. Ein Sprecher der Innenverwaltung sagte, besonders in Nord- und Westdeutschland werde für den Aufzug in Hellersdorf mobilisiert. Das Oberverwaltungsgericht gestern abend die Entscheidung der Vorinstanz bestätigt und den NPD-Aufmarsch an einem festen Ort genehmigt. Eine linke Gegendemonstration bleibt verboten. Die traditionelle Demonstration linker Gruppen in Kreuzberg darf den Bezirk nicht verlassen. In Berlin werden morgen 6.400 Beamten der Polizei und des Bundesgrenzschutzes im Einsatz sein, um Zusammenstöße und Ausschreitungen zu vermeiden.
InfoRadio Berlin - 30.04.00, 12:45 Uhr
- Parteien-Vertreter von SPD, PDS und Grünen haben das Urteil des Berliner Verwaltungsgerichtes kritisiert, die rechtsextreme NPD am 1.Mai demonstrieren zu lassen. Die NPD darf dem Urteil zufolge an einem festen Ort im Bezirk Hellersdorf eine Kundgebung abhalten. Eine linke Gegendemonstration bleibt verboten. Hellersdorfs PDS-Bürgermeister Klett übte im InfoRadio scharfe Kritik an der Berliner Polizeiführung. Ihre falsche Einschätzung der Lage habe zu dem umstrittenen Gerichtsurteil beigetragen
InfoRadio Berlin - 29.04.00, 11:25 Uhr
- Die Berliner Polizei will den NPD-Aufmarsch am 1. Mai noch verhindern. Polizeipräsident Saberschinsky kündigte im InfoRadio an, man werde Widerspruch gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts zur Genehmigung der Veranstaltung in Hellersdorf einlegen. Saberschinsky betonte, er rechne mit dem Ausbruch von Gewalt, sollte der Aufmarsch tatsächlich stattfinden. Nach dem Urteil des Verwaltungsgerichts darf die NPD-Veranstaltung an einem festen Ort in Hellersdorf stattfinden. Die beantragte Gegendemonstration bleibt verboten.
InfoRadio Berlin - 29.04.00, 10:41 Uhr
- Das Berliner Verwaltungsgericht hat das Verbot einer NPD-Demonstration am 1. Mai aufgehoben. Wie Gerichtspräsident Wichmann mitteilte, darf die Kundgebung aber nur an einem festen Ort stattfinden. Der Zug durch den Bezirk Hellersdorf wurde nicht gestattet. Die Polizei, die die NPD-Demonstration verboten hatte, kann jetzt noch das Oberverwaltungsgericht anrufen. Eine Veranstaltung von linken Gruppen gegen den Zug der Rechtsextremisten war gestern gerichtlich untersagt worden. Die Polizei befürchtet Zusammenstöße.
InfoRadio Berlin - 28.04.00, 18:17 Uhr
- Revolutionäre Mai-Demo darf nicht nach Berlin-Mitte, sondern soll in Kreuzberg bleiben.
Am 1. Mai 2000 wird es in Berlin nicht nur die jährlich stattfindende "Revolutionäre 1. Mai-Demo" geben. Die Nazis wollen im Bezirk Hellersdorf einen Aufmarsch unter dem Motto "Arbeit zuerst für Deutsche" durchführen, den es zu verhindern gilt. Auf dieser Seite bekommt ihr Infos, was am 1. Mai in Berlin passieren wird.
25.04.00 - 19.00 Uhr Infoveranstaltung zum Naziaufmarsch, Alice-Salomon-Fachhochschule (ASFH) - U-Bhf. Hellersdorf (U5).
27.04.00 - 19.00 Uhr Informations- und Mobilisierungsveranstaltung im EX (Mehringhof, Kreuzberg) unter dem Motto: Widerstand gegen Rassismus, Faschismus und Antisemitismus - Gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai in Hellersdorf.
29.04.00 - 20.00 Uhr Vollversammlung im Mehringhof (Versammlungsraum) zum geplanten Naziaufmarsch in Hellersdorf.
30.04.00 - 15.00-2.00 Uhr AHA! im Mauerpark (Prenzlauer Berg) - Im Rahmen der Gewaltprävention veranstaltet die Polizei ein kapitalismuskritisches Reggaekonzert und eine Funmeile.
01.05.00 - 10.00-17.00 Uhr Naziaufmarsch verhindern! - dezentrale Aktionen in Hellersdorf.
01.05.00 - 11.00 Uhr Die Nazis sammeln sich am U-Bhf. Louis-Lewin-Strasse, Hellersdorf.
01.05.00 - 11.00 Uhr Antifa-Demo beginnt am Cottbusser Platz [U5], Hellersdorf.
01.05.00 - 11.00 Uhr Bürger- und Kulturfest veranstaltet von allen Parteien der BVV Hellersdorf, Alice-Salomon-Platz (Rathaus Hellersdorf)
01.05.00 - 12.00 Uhr Kundgebung vom "Bündnis gegen Rechts Hellersdorf/Marzahn" vor dem Rathaus Hellersdorf.
01.05.00 - 13.00 Uhr Oranienplatz (Kreuzberg) - maoistische Bündnisdemo wie jedes Jahr; unter dem Motto "International kämpfen gegen Ausbeutung und Unterdrückung - keine Befreiung ohne Revolution".
01.05.00 - 16.00 Uhr Oranienplatz (Kreuzberg) - Auftaktkundgebung mit Live-Bands und Infos.
01.05.00 - 18.00 Uhr Oranienplatz (Kreuzberg) - Revolutionäre 1. Mai-Demo: "Imperialistische Zentren angreifen - für die soziale Revolution weltweit".
01.05.00 - ab 21.00 Uhr Knastdemos für alle politischen 1.Mai-Gefangenen!
geplante Demorouten
Revolutionäre 1. Mai-Demo 18.00 Uhr: Oranienplatz - Oranienstr. - Manteuffelstr. - Reichenbergerstr. - Segitzdamm - Prinzessinenstr. - Moritzplatz - Oranienstr. - Alexandrinenstr. - Lindenstr. - Kochstr. - Friedrichstr. - Mauerstr. - Leipzigerstr. - Friedrichstr. - Oranienburgerstr. - Hackescher Markt Diese Route wurde vom Gericht verboten. Die Demo darf nicht nach Berlin-Mitte, sondern muss in Kreuzberg bleiben (Endpunkt: Oranienplatz). Die VeranstalterInnen kündigten jedoch an, trotz des Verbotes durch Mitte zu laufen.
geplanter Naziaufmarsch in Hellersdorf 11.00 Uhr: U-Bhf. Louis-Lewin-Str. - Louis-Lewin-Str. - Riesaerstr. - Stendalerstr. - Zossenerstr. - Alte Hellersdorferstr. - Gothaerstr. - Alte Hellersdorferstr. - Hellersdorferstr. - Cecilienstr. - Lilly-Braun-Str. Das Verbot der Fascho-Demo wurde gerichtlich aufgehoben. Jetzt dürfen die Arschlöcher aber nur im Umkreis des U-Bhf. Louis-Lewin-Strasse eine Kundgebung abhalten.
Infotelefone unabhängiger Block: 030-21755174 unabhängige Antifa: 0177-363 82 42
Ermittlungsausschuss (EA) 030-69 222 22
Pennplatzbörse 0173-437 16 66
Weitere Infos zum 1. Mai in Berlin
Die "Unabhängigen"
Antifaschistische Aktion Berlin
Bündnis gegen Rechts Hellersdorf/Marzahn
Sonderseite beim Infoladen Daneben
NPD darf marschieren Verwaltungsgericht genehmigt rechtextreme Demonstration in Hellersdorf. Zuvor lobte der Bundeskanzler das Gegenfest des PDS-Bürgermeisters und erntete Kritik von der CDU. taz Berlin - 29.4.2000
Grünes Wunder für 1. Mai angekündigt Berlins Innensenator provoziert Eskalation bei Demonstrationen. junge Welt - 29.4.2000
Demonstrations-Feiertag 1. Mai Durchsuchung der AAB-Büros: Unterlagen waren "strafrechtlich nicht relevant". Tagesspiegel - 28.4.2000
Revolution ist nur in Kreuzberg erlaubt Gericht bestätigt: Mai-Demo darf nicht durch Mitte ziehen. Demonstranten wollen Verbot notfalls "brechen". taz Berlin - 28.4.2000
Mayday in Hellersdorf Verwaltungsgericht verbietet Antifa-Demo gegen den Nazi-Aufzug am 1. Mai in Hellersdorf. Beschluss über NPD-Demo fällt heute. Polizei befürchtet, dass Hellersdorf zum Brennpunkt wird. taz Berlin - 28.4.2000
Presseerklärung des gemeinsamen Bündnisses für die Vorbereitung der Revolutionären 1.Mai Demonstration 18.00 Uhr Oranienplatz. gemeinsames 1. Mai Vorbereitungsbündnis Berlin - 27.4.2000
1. Mai Demonstration Büros und Wohnungen durchsucht - Räume der antifaschistischen Aktion Berlin betroffen. Rechte und Linke wollen am Tag der Arbeit demonstrieren - die Polizei hat beides verboten. Tagesspiegel - 26.4.2000
SPD: Berliner Polizei kann Sicherheit nicht gewährleisten Wiefelspütz kritisiert Vorbereitungen für den 1. Mai. Berliner Zeitung - 26.4.2000
Polizeibesuch bei der Antifa Vor dem 1. Mai suchen die Sicherheitsbehörden nach angeblichen Aufrufern zur Gewalt und veranlassen Durchsuchungen bei der Antifaschistischen Aktion Berlin und Privatpersonen. Computer beschlagnahmt. taz Berlin - 26.4.2000
Tag der Arbeit für die Justiz Polizeipräsident Hagen Saberschinsky verbietet sowohl den NPD-Aufzug in Hellersdorf als auch die Gegendemonstration. Damit wird der 1. Mai in Berlin endgültig zu einem Fall für die Gerichte. taz Berlin - 25.4.2000
Polizisten werden am 1. Mai observiert Anwälte und Abgeordnete wollen als Demonstrationsbeobachter mögliche Übergriffe der Polizei dokumentieren. taz Berlin - 20.4.2000
Maifestspiele in Berlin Keine Nachwuchssorgen bei Linksradikalen, aber Demos auf getrennten Wegen. junge Welt - 20.4.2000
Polizei jamt durch die Walpurgisnacht Kapitalismuskritischer Reggae soll am 30. April im Mauerpark das linke Spektrum friedlich stimmen. taz Berlin - 18.4.2000
Zuckerbrot und Peitsche Vorbereitungen der Berliner Polizei für den 1. Mai. Briefe an Demonstranten. junge Welt - 18.4.2000
Liebesbriefe zum 1. Mai Die Polizei schickt "gewaltbereiten Kreisen" postalische Appelle, sich am 1. Mai friedlich zu verhalten. taz Berlin - 18.4.2000
Widerstand gegen Nazi-Aufmarsch! Bericht von der Antifaschistischen Zeitung (April 2000) zum geplanten Naziaufmarsch am 1. Mai in Hellersdorf und den Gegenaktionen.
Auf nach Hellersdorf!! Antifa-Flugblatt zu früheren Fascho-Demos und zum jetzigen Naziaufmarsch am 1. Mai in Hellersdorf.
Streetball statt Wasserschlacht Mit einem kulturellen Angebot will die Polizei den Kulturkampf um den 1. Mai in Kreuzberg und Prenzlauer Berg gewinnen. Zwar haben die Toten Hosen abgesagt, doch Polizeischutzdirektor Piestert setzt auf Konzerte und Turniere. taz Berlin - 14.4.2000
AHA-Erlebnis am 1. Mai Rock'n'Roll-Polizisten für erlebnisorientierte Jugendliche. junge Welt - 14.4.2000
Wo laufen sie denn? Nazis mobilisieren für den 1. Mai unter anderem nach Hannover und Berlin-Hellersdorf. junge Welt - 13.4.2000
"Mit Adolf Hitler heraus zum 1. Mai" Die NPD hält Kurs auf die Neonazi-Szene. Doch ein Verbot des geplanten Aufmarschs ist unwahrscheinlich. taz - 7.4.2000
1. Mai 2000: NPD demonstriert in Berlin-Hellersdorf Bündnis gegen Rechts Hellersdorf/Marzahn - 15.3.2000
Mit Punkband gegen Mai-Randale Polizei gelobt Besserung zum 1. Mai: Polizeiintern soll eine Arbeitsgruppe den Sinn der Deeskalation erklären. Erlebnishungrige Jugendliche sollen mit Aktionen wie Streetballturnier und Livekonzert von der Straße gelockt werden. taz Berlin - 9.3.2000
1. Mai: Polizei will Krawalle verhindern Staatsbesuche, zahlreiche Demonstrationen, möglichweise Krawalle - die Polizei rechnet für Anfang Mai mit einer heißen Phase. Berliner Morgenpost - 9.3.2000
Polizei erwägt Demo-Verbot am 1. Mai Saberschinsky: Probleme wegen des Clinton-Besuch Berliner Zeitung - 7.3.2000
1. Mai Don't Goes Pop Einladung zu einem Vorbereitungstreffen für einen unabhängigen Block auf der revolutionären 1. Mai Demo 2000 in Berlin.
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