Was bedeutet der imp Krieg für die rev Perspektive?

Diskussion/Vortrag

Die bürgerliche Politik ist zu einer selbstentlarvenden Schmierenkomödie geworden. Während Trump in den USA den rassistischen Polizeistaat perfektioniert, wirft er der EU mangelnde Demokratie vor.

Deren korrupte Repräsentanten gerieren sich wiederum als letzte Vertreter der „westlichen Wertegemeinschaft“, während sie ihrerseits die mediale Gleichschaltung perfektionieren. Die europäische Kriegshetze und Repression wird treffsicher von der russischen Propaganda angegriffen, während Russland selbst immer repressiver gegen Kriegsgegner vorgeht (so z.B. jüngst in Jekaterinburg, wo fünf Teilnehmer eines marxistischen Lesekreises, die Lenins Antikriegspositionen propagierten, wegen kommunistischer Umsturzabsichten zu Haftstrafen zwischen 16 und 22 Jahren (!) verurteilt wurden). Diese repressive Konvergenz der bürgerlichen Staaten in der Endphase des Imperialismus, d.h. der verallgemeinerten Entwicklung des Militarismus, die dem Zusammenstoß zur Aufteilung der Welt vorausgeht, ist eine systemische Notwendigkeit. Dies betrifft sowohl die politische Unterdrückung, als auch die dirigistische Wirtschaftspolitik. Die für den Weltkrieg notwendige Durchsetzung der massenhaften Wehrpflicht steht noch auf der Agenda, doch die „Wehrpflicht“ für die Wirtschaft ist mit dem neuen kriegswirtschaftlichen Dirigismus in allen imperialistischen Staaten schon Realität. In dieser weltweiten krisengetriebenen Kriegswirtschaft zeigt die kapitalistische Diktatur ihr brutales antiproletarische Gesicht. Während in der Linken des Kapitals oftmals eine realpolitische Präferenz für den einen oder anderen kriegerischen staatlichen Sachwalter der Kapitalinteressen vertreten wird, ist für uns die marxistische Analyse der weltweiten kapitalistischen Entwicklung und ihres Klassenantagonismus die einzige Grundlage für eine revolutionäre Antikriegsposition.

Kommunistisches Programm

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