4. Rosa Luxemburg in der Novemberrevolution (9. November 1918 - 15. Januar 1919)
Der Weltkrieg ist beendet, der Kaiser verjagt, die parlamentarische Demokratie erkämpft — nun muss die Revolution weitergehen. Nachdem die aus dem Breslauer Gefängnis entlassene Rosa am 10. November in Berlin angekommen ist, wirft sie sich mit Verve in das Revolutionsgeschehen; setzt sich ein für die Macht der Arbeiter- und Soldatenräte, kritisiert als Chefredakteurin der Roten Fahne mit äußerster Schärfe die neue Regierung von SPD und USPD. Hellsichtig wie sonst kaum jemand sieht sie, wie die Revolution verraten wird. Die Massen bleiben für sie jedoch bis zuletzt die entscheidende Instanz für die Verwirklichung des Sozialismus, für eine Umwälzung der Gesellschaft ohne Terror. Der vierte Teil unseres Projektes zeigt so etwas wie die Bewährung lebenslanger Grundgedanken der großen Revolutionärin in der Praxis. Der Mord an Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht aber bildet den Auftakt zu den tausendfachen Morden in den folgenden Monaten der Noske-Zeit, zu den millionenfachen Morden in den folgenden Jahrzehnten der Hitler-Zeit. Er war das Startzeichen für alle anderen. Er ist immer noch uneingestanden, immer noch ungesühnt und immer noch unbereut. Deswegen schreit er immer noch zum deutschen Himmel.
Werkraum der Berliner Compagnie, Muskauer Straße 20 A Fabrikgebäude, 10997 Berlin-Kreuzberg, U-Görlitzer Bahnhof
Tickets: https://berliner-compagnie.ticket.io/
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18,00 €, ermäßigt 14 €. Bezahlung an der Abendkasse in bar. Bitte seid pünktlich! Es gibt keinen Nacheinlass.
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30., 31.1., 1.2. Teil 1: Revolution! (1871 - 1905)
6., 7., 8.2. Teil 2. Frieden! (1906 — 1914)
13., 14., 15.2. Teil 3: Freiheit! (1914 — 1918)
20.,21., 22.2. Teil 4: Rosa Luxemburg in der Novemberrevolution (9.11.1918 - 15.1.1919)
Elke Schuster (Regie / Schauspiel)
Helma Fries (Texte / Schauspiel)
Ana Hauck (Schauspiel)
Die Inszenierung setzt auf Rosas Sprache, führt mit leichter Hand vom Bericht zur Spielszene, setzt zeitliche Strukturen räumlich um und bleibt nah an den ZuschauerInnen. Nicht zuletzt verkörpert die vom georgischen Staatstheater Tiflis kommende Schauspielerin Ana Hauck Rosa Luxemburg so eindringlich, dass „auf einer kargen Bühne in einem kleinen Kreuzberger Hinterhof“ (Sonia Mikich) den Zuschauern Leben und Denken einer der größten Frauen in der deutschen Geschichte erstaunlich nahe kommen.
„Ich war super begeistert.“ Radio Alex Berlin
„Ein Kleinod“ RBB
Ana Hauck, die Darstellerin der Rosa Luxemburg, stammt aus Georgien. Dort spielte sie zehn Jahre lang im Ensemble des Staatstheaters Tiflis. 2014 wurde sie als beste Schauspielerin Georgiens ausgezeichnet. In der Berliner Compagnie hat sie bisher in sieben Produktionen mitgewirkt.
Elke Schuster debutierte als Regieassistentin von Rolf Parchwitz in München, war u.a. Schauspielerin in der Theatermanufaktur am Halleschen Ufer und Regieassistentin von Friedo Solter vom Deutschen Theater. Sie arbeitet seit 1985 in der Berliner Compagnie – als Regisseurin, Schauspielerin, Dramaturgin und Ausstatterin. Sie hat seit 1991 fast alle Stücke des Theaters inszeniert und ist künstlerische Leiterin des Theaters.
Helma Fries hat nach Engagements u.a. in der Theatermanufaktur am Halleschen Ufer und am Staatstheater Kassel die Berliner Compagnie gegründet. Sie ist Schauspielerin und Autorin.
https://www.berlinercompagnie.de/
Wir danken der Rosa-Luxemburg-Stiftung für die finanzielle Unterstützung des Projekts.
Berlin
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Deutschland