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Come Together - Dresden und der 13. Februar
Doku, D 2012, 94 min, Regie: Barbara Lubich

Am 13.  und 14. Februar 1945 wurde Dresden zum Ziel alliierter Bombenangriffe. Das Thema der "sinnlosen" Zerstörung einer "unschuldigen" Kulturstadt so kurz vor Kriegsende wurde sofort propagandistisch ausgeschlachtet. Dieser durch Goebbels begründete Mythos erwies sich auch in Zeiten des Ost-West-Konflikts als hervorragendes Mittel, um gegen den Westen zu mobilisieren. Während in den 80er Jahren die Friedensbewegung den 13. Februar nutzte, um gegen Krieg und Aufrüstung zu protestieren, wurde das Datum mit der Wende für ganz andere Gruppen interessant: Regelmäßig finden am 13. Februar in Dresden große Neonaziaufmärsche statt. Die Auseinandersetzungen zwischen Neonazis, Polizei und Gegendemonstranten bestimmen das Bild des Tages. Das traditionsreiche Gedenken ist zu einem Streit auf der Straße geworden, der die ganze Stadt bewegt. Viele differierende Meinungen treffen aufeinander. Vor der Silhouette der Stadt schafft der Film einen Dialog zwischen diesen unterschiedlichen Positionen. Durch die Stimmen der Protagonist*innen blickt er auf die Geschichte des Gedenkens seit 1945 zurück und reflektiert gleichzeitig die aktuelle Entwicklung. Der Wandel, den der Erinnerungsdiskurs in den letzten Jahren erlebte, gewinnt weiterhin an Dynamik.

“Alle Jahre wieder steht das öffentliche Erinnern an die Zerstörung Dresdens im Zweiten Weltkrieg im Zeichen des Protests gegen Rechts. Der Dokumentarfilm „Come Together. Dresden und der 13. Februar“ erzählt vom schwierigen Umgang mit den Wunden der Geschichte..” (Vorwärts)

Eintritt frei
vorher vegane Küfa

Ort

KuBiZ
Bernkasteler Str. 78
13088 Berlin
Deutschland

Tram 4, 12, 13, 27