Datum: 11.02.
📍 Ort: Audimax, Raum H103
🕔 Einlass: ab 17:00
🕠 Beginn: 17:30
🎬 Programm:
Queerer Filmabend mit dem Film Ich bin meine eigene Frau
Anschließend gemeinsame Diskussion und Raum für Fragen
🍕 Verpflegung:
Vegane Pizza, Snacks und Getränke
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Zum Ende der Vorlesungszeit lassen wir das Semester mit einem queeren Filmabend ausklingen 🎬✨
Auch Nicht-(ASH)-Studis sind willkommen!
Im Mittelpunkt steht Charlotte von Mahlsdorf, die seit vielen Jahren als ostdeutsche trans* Ikone gilt. Der Film “Ich bin meine eigene Frau” von Rosa von Praunheim (basierend auf dem gleichnamigen Buch) erzählt ihre außergewöhnliche Lebensgeschichte.
Charlotte wuchs während der NS-Zeit auf, wurde als „asoziale Jugendliche“ kriminalisiert und inhaftiert und musste sich später auch mit den Repressionen des DDR-Regimes auseinandersetzen. Schon früh entdeckte sie ihre Liebe zu Möbeln der Gründerzeit – eine Leidenschaft, aus der das Gründerzeitmuseum in Mahlsdorf entstand. Dieses Museum wurde über Jahre hinweg zu einem wichtigen Treffpunkt für queere Organisationen in Ost-Berlin. Charlottes Verständnis von trans* Sein ist stark geprägt vom Transvestitenbegriff, wie ihn Magnus Hirschfeld beschrieben hat.
Im Film wird sie unter anderem von der Showtunte Ichgola Androgyn verkörpert. Bis heute wird das Gründerzeitmuseum Mahlsdorf dank ehrenamtlichem Engagement erhalten.
Charlotte von Mahlsdorf war vieles zugleich: ostdeutsche Frau, trans* Person, Restauratorin, Museumsgründerin, Macherin und Bewahrerin von Geschichte. Sie war nie unumstritten, aber eine zentrale Akteurin der queeren Geschichte in Deutschland.
Im Anschluss an das Screening freuen wir uns auf ein Gespräch mit Ichgola Androgyn, die als Zeitzeugin und Freundin von Charlotte dabei sein wird, sowie mit Marlene Belissimo (aka avelo). Marlene ist Sängerin und Entertainerin und wurde mit ihren Monologen “Biologische Schl*mpe” und “ausAmiVersehen” im gesamten deutschsprachigen Raum bekannt. In einem Interview mit dem Tagesspiegel sagte sie einmal: „Deutschland braucht eine laute Transe.“
Aktuell klagt Marlene gegen ein Frauenfitnessstudio. Gemeinsam mit ihr sprechen wir über trans* Rechte, über Sichtbarkeit und darüber, auf wessen Schultern die queere Community heute steht.
Lasst uns gemeinsam einen Blick in queere ostdeutsche Geschichte werfen, sie würdigen und feiern. Nach dem Film gibt es Raum für Austausch, Diskussion und Fragen. Für Snacks, vegane Pizza und Getränke wird gesorgt <3
RIP Rosa von Praunheim 🖤RIP Charlotte von Mahlsdorf
Liebe Grüße, das Queerreferat der ASH
Content Note:
Der Film stammt aus den 1990er Jahren. Es können Begriffe vorkommen, die heute als unsensibel gelten. Thematisiert werden außerdem Suizid, Tod und queerfeindliche Gewalt. Wir sind jederzeit für euch da und ansprechbar. Achtet aufeinander :)
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To wrap up the lecture period, we’re hosting a queer film night 🎬✨
Non-(ASH)-Studis are also welcome!
We’ll be screening Ich bin meine eigene Frau about Charlotte von Mahlsdorf — an East German trans* icon, museum founder, and key figure in queer history. The film by Rosa von Praunheim tells the story of her life across Nazi Germany, the GDR, and queer resistance.
After the screening, join us for a discussion with Ichgola Androgyn (friend and contemporary of Charlotte) and Marlene Belissimo aka avelo. We’ll talk about trans* rights, visibility, and the shoulders queer communities stand on today.
Come watch, reflect, and discuss with us.
Vegan pizza, snacks & drinks provided 🫶
RIP Rosa von Praunheim 🖤 RIP Charlotte von Mahlsdorf
-Queerref ASH
Content Note:
The film is from the 1990s and includes outdated / insensitive language.
Topics include suicide, death, and anti-queer violence.
We’re here for you — take care of each other 💜
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https://asta-ash.eu/queerreferat/
Alice Salomon Hochschule
Alice-Salomon-Platz 5
12627 Berlin
Deutschland