Kongo: Im Reich der Stille
Doku, Belgien 2021, 110 min, R: Thierry Michel
Seit über 30 Jahren ist die Demokratische Republik Kongo von einem Krieg zerrissen, dem die Medien kaum Beachtung schenken. Die Zahl der Opfer geht in die Millionen. In den Auseinandersetzungen geht es um Macht, um Geld und den Zugriff auf die wertvollen Bodenschätze des Landes.
Der belgische Filmregisseur Thierry Michel ist seit mehr als 30 Jahren mit der Kamera im Kongo unterwegs; er wurde Zeuge der Kämpfe und Leiden, aber auch der Hoffnungen des kongolesischen Volkes. Die Rede des Arztes und Friedensnobelpreisträgers Denis Mukwege verdeutlicht die Geschichte der unerbittlichen Gewalt, die den Kongo seit mehr als 25 Jahren zerstört.
Der kompromisslose Film verschont keinen der Akteure des Dramas, weder die kongolesischen Machthaber noch die Nachbarländer oder die internationalen Institutionen. Er stützt sich u.a. auf den UN Mapping Report, der die zwischen März 1993 und Juni 2003 im Kongo begangenen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit erfasst - und geheim gehalten wurde.
„Kongo: Im Reich der Stille“ zeichnet das kontrastreiche Bild eines Landes zwischen Empörung und Solidarität. Schonungslos spricht sich der Film für die Aufarbeitung der Geschichte und gegen das Vergessen aus.
Kongo: Der vergessene Krieg
ARTE Reportage, F 2024, 24 min
Seit über zwei Jahren geht die M23-Miliz im Osten der Demokratischen Republik Kongo wieder in die Offensive. Die bewaffnete Gruppe kontrolliert einen Teil der Region Nord-Kivu, massakriert und vertreibt Zivilist*innen und führt einen erbarmungslosen Krieg gegen die Behörden. Zum ersten Mal drehte ein Team von Journalist*innenen an der Front bei den Kämpfern der M23-Miliz, in den von ihnen kontrollierten Gebieten und Städten.
Eintritt frei
vorher vegane Küfa
KuBiZ
Bernkasteler Str. 78
13088 Berlin
Deutschland