»Schafft Rote Hilfe!«, »Helft!«, »Solidarität organisieren!«: Slogans wie auch Logos änderten sich in der über hundertjährigen Geschichte der Roten Hilfe. Unverändert blieb die Praxis der Unterstützung linker Aktivistinnen und Aktivisten gegenüber staatlicher Repression – finanziell, juristisch und durch Öffentlichkeitsarbeit. Der Band skizziert die Solidaritätsarbeit der Rote-Hilfe-Organisationen von den Anfängen bis heute. Politischen Gefangenen und deren Familien stand sie materiell zur Seite, finanzierte Rechtsbeistände und protestierte gegen Gesetzesverschärfungen. Ab März 1933 konnte sie in der Illegalität noch mehrere Jahre effektiv agieren. Erst in den 1970er Jahren kam es zu Neugründungen teils kurzlebiger Rote-Hilfe-Gruppen mit je unterschiedlichen Schwerpunkten. Aus einer dieser Organisationen ging 1986 die heutige strömungsübergreifende Rote Hilfe e.V. hervor, die seither neue Themensetzungen wie auch strukturelle Veränderungen durchlebte – und sich in einem zunehmend rauen Klima behauptet.
Silke Makowski ist im Vorstand des Hans-Litten-Archivs aktiv, das sich der Geschichte von Solidaritätsorganisationen widmet. Als freie Journalistin hat sie u.a. die Schrift »›Helft den Gefangenen in Hitlers Kerkern!‹ – Die Rote Hilfe Deutschlands in der Illegalität ab 1933« (2016) verfasst.
Silke wird von der Geschichte der Roten Hilfe und der Praxis der Solidarität gegen staatliche Repression und Verfolgung erzählen. Abschließend wird sie auch etwas zu den aktuellen Herausforderungen und der Repression (Debanking), mit der auch die Rote Hilfe als Solidaritätsorganisation zu kämpfen hat(te) sprechen.
Ein:e Vertreter:in der Ortsgruppe Berlin wird die Veranstaltung mit einem Beitrag zur aktuellen Antirepressionsarbeit ergänzen.
Schwarze Risse
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Deutschland